von Gary L. Francione
Es gibt jede Menge Diskussion darüber, was ''vegan'' bedeutet.
''Veganismus'' bedeutet zum Allermindesten, keinerlei Fleisch, Milchprodukte oder andere Tierprodukte zu essen. ''Vegan'', in diesem Sinne, bedeutet ''vegane Ernährung''. Donald Watson, der den Begriff ursprünglich prägte, verwendete das Wort in dieser Weise, wenn er Aussagen wie diese machte: '' Wo auch immer ein Mensch lebt, kann er sich vegan ernähren.''
Unterschiedliche Menschen mögen unterschiedliche Gründe für eine vegane Ernährung haben – ethisch/ spirituelle, gesundheitliche, umweltschützerische. Jene, die sich vegan ernähren, mögen ebenso und aus verschiedenen Gründen sich des Gebrauchs anderer Tierprodukte in Zusammenhängen jenseits der Ernährung enthalten. Zum Beispiel mag jemand, der vegan isst, aus Gesundheitsgründen ebenfalls keine Tierprodukte auf der Haut tragen – Produkte, die auf der Haut angewendet werden, gelangen in den Körper. Jemand, der aus Gründen des Umweltschutzes Gründen vegan isst, mag ebenso ein bestimmtes Tierprodukt nicht als Kleidung verwenden wegen der Auswirkung, die der Herstellungsprozess dieses Produktes auf die Umwelt hat.
Jene, die sich aus ethisch/spirituellen Gründen vegan ernähren, fallen ebenfalls in zwei Gruppen. Einige sehen vegane Ernährung als einen Weg, Tierleid zu vermindern. Das heißt, sie denken nicht, dass es in und an sich selbst falsch ist, Tiere für menschlichen Gebrauch zu töten, dass es aber falsch ist, Tieren Leiden zuzufügen, und deshalb vermeiden sie es, Tierprodukte zu konsumieren oder zu verwenden. Wenn es eine schmerzlose Art und Weise gäbe, Tiere zu züchten und zu schlachten, dann würden diese ethischen Veganer die Nutzung von Tieren nicht beanstanden. Diese Menschen sind nicht unbedingt – und sind in der Regel nicht – der Abschaffung der Tierausbeutung verpflichtet und verfolgen regulatorische Reformen, die, wie sie glauben, irrtümlicherweise, in meinen Augen, Tierleid verringern.
''Ethischer Veganismus'', von dem ich im Wechsel mit ''abolitionistischem Veganismus'' spreche, geht über vegane Ernährung hinaus und lehnt direkten Konsum oder jegliche Art des Gebrauchs von Tieren ab. Ein ethischer Veganer ernährt sich vegan und lehnt den Konsum von Tierprodukten ab, aber er verwendet auch keine Tierprodukte in irgend einer anderen Weise. Ethische Veganer lehnen die Verdinglichung von Nichtmenschen als Eigentum ab. Sie sind der Abschaffung der Tierausbeutung verpflichtet. Darüber hinaus erkennen ethische Veganer, dass landwirtschaftliche Tierhaltung anderen Menschen ebenso wie Nichtmenschen schadet und sehen die Verbindung zwischen Menschenrechten und Tierrechten. Ethischer Veganismus ist die moralische Basis der Tierrechtsbewegung. Ethischer Veganismus stellt eine Verpflichtung zur Gewaltlosigkeit im täglichen Leben dar.
Nach meiner Erfahrung ist ethischer Veganismus die einzige Art von Einstellung, die sich in konsequentem Verhalten niederschlägt. Veganer, die es nur aus Gesundheitsgründen sind, ''mogeln'' oft, gerade wie jene es oft tun, die irgendeine Ernährungsform aus Gesundheitsgründen praktizieren. Veganer aus Gründen des Umweltschutzes mögen nicht nur ''sündigen'', sondern befinden, dass ein Tierprodukt geringere nachteilige Umweltfolgen als nichttierliche Produkte hat. Jemand, der Veganismus als einen Weg sieht, Tierleid zu vermindern mag ein Tierprodukt essen oder verwenden, wenn er denkt, dass mehr Leiden verursacht wird, wenn er es nicht tut. Zum Beispiel behaupten einige, wie etwa Peter Singer und andere, dass wir Tierprodukte essen sollen, wenn dies nicht zu tun andere denken lässt, dass Veganismus zu schwierig ist, und sie dadurch von Nachdenken über Veganismus abgebracht werden. Diese Veganer werden dann ''flexible'' Veganer, was meiner Ansicht nach bedeutet, dass sie keine wirklichen Veganer sind. Ein ethischer Veganer sieht Veganismus als eine allgemeine Einstellung zum Leben – eine Philosophie des Lebens – und nicht lediglich als eine Sache des Lifestyles.
Ein abschließender Kommentar(für heute): Gesundheits- und Umweltgründe mögen einen moralischen Aspekt haben. Zum Beispiel mögen jene, die sich vegan ernähren, dies tun, weil sie glauben, dass es, ihren Körpern durch den Konsum von Tierprodukten Schaden zuzufügen, eine Form von Gewalt (Selbstschädigung) und unmoralisch ist. Jene, die sich vegan ernähren oder die sich des Gebrauchs von Tierprodukten aus Umweltgründen enthalten, mögen dies nicht aufgrund einer utilitaristischen Besorgnis um die Erhaltung der Umwelt tun, sondern weil sie glauben, dass die Umweltfolgen Menschen und Nichtmenschen direkt in Mitleidenschaft ziehen und die Rechte dieser empfindungsfähigen Wesen verletzen. Ein ethischer oder abolitionistischer Veganer, der jeglichen Konsum oder Gebrauch von Tierprodukten als die Rechte von Tieren verletzend ansieht, mag Tierprodukte auch aus Gründen der Gesundheit und der Umwelt meiden.
Mit einem Wort, Menschen können aus unterschiedlichen Gründen Veganer sein. Meiner Ansicht nach ist ethischer oder abolitionistischer Veganismus die einzige Einstellung, die zu konsequentem Verhalten führt. Es sollte uns allerdings klar sein, dass keine Form von Veganismus vereinbar mit dem Essen irgendwelcher Tierprodukte ist. Das heißt, eine ''vegane Ernährung'' zu praktizieren ist die minimale Bedeutung von ''vegan''. Meiner Ansicht nach ist ein ''Veganer'' jemand, der keine Tierprodukte isst, als Kleidung trägt oder anderweitig verwendet. Aber es ist ebenso zutreffend zu sagen, dass ein Mensch,der keine Tierprodukte isst, eine ''veganer Ernährung'' praktiziert. Die Abwesenheit von Tierprodukten ist ausdrücklich auf die Ernährung beschränkt. Wie ich oben sagte, betrachte ich ich ''flexible'' Veganer nicht als Veganer, und per definitionem ernähren sie sich nicht einmal vegan.
Ich werde bald ausführlicher über dieses Thema schreiben.
Wenn Sie noch kein Veganer sind, werden Sie es. Es ist unglaublich leicht, vegan zu leben. Es ist besser für ihre Gesundheit und für den Planeten. Aber was das Wichtigste ist, es ist das moralisch Richtige.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
Sunday, 18 October 2009
Tuesday, 15 September 2009
Sexismus und Frauenfeindlichkeit in der Bewegung
von Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
Seit nunmehr zwei Jahrzehnten argumentiere ich, dass die Anwendung von Sexismus und Frauenfeindlichkeit vermeintlich dazu, Tierrechte zu fördern, eine sehr schlechte Idee ist. Die Verdinglichung von Frauen ist nicht nur an sich selbst unmoralisch, sie trägt nichts dazu bei, das soziale Denken bezüglich der Verdinglichung von Nichtmenschen zu ändern. PETA praktiziert schon seit Jahren verschiedene Versionen der ''Lieber-nackt-als-im-Pelz''-Kampagne. Und welches Ergebnis hat sie gehabt? Die Pelzindustrie ist heute stärker als jemals zuvor. Selbst jene, die einst nackt für PETA posierten, tragen wieder Pelz.
Ich habe gerade eine Videowerbung, gesehen, produziert von Wakker Dier, was 'Tier-Bewusst'' [''Animal Awake''] bedeutet, eine niederländische, als ''Europas Pendant zu PETA'' bezeichnete Organisation. Wakker Dier hat das niederländische Playmate und Fetisch-Model Ancilla Tilia dazu geheuert, den Part einer Stripperin zu spielen, die wie ein Tier gekeult und gehäutet wird. [Video]
PETA hat seine sexistischen Kampagnen mit seinem Frontal-Nackt-Video weiter vorangetrieben. Und nun sehen wir unverblümte plastische Gewalt.
Wenn Sie glauben, dass dergleichen irgendetwas dazu beiträgt, das Bewusstsein über Tierausbeutung zu heben, dann bin ich respektvoll aber entschieden anderer Meinung
Diese Grotesken sind zu nichts als zur Unterhaltung für die Bewegung gedacht, sie leisten nichts, um die Öffentlichkeit von der Bedeutung des Problems der Tierausbeutung zu überzeugen. In den vielen Jahren, seit denen ich für Tiere arbeite, habe ich niemals erlebt, dass jemand zu mir gekommen ist, um mir zu sagen, er sei dazu bewegt worden, über das tierethische Problem nachzudenken, weil er eine nackte Frau in einem Käfig gesehen hat Tatsächlich ist dies genau die Art Dinge, die fortschrittliche Menschen denken lässt, dass die Tierrechtsbewegung ein armseliger Witz ist, der als solcher abzutun und zu ignorieren ist.
Die Verdinglichung von Nichtmenschen ist sehr ähnlich der von Frauen. Aber die Gesellschaft hat kein Problem mit der Verdinglichung von Frauen. Anstatt sich gegen Sexismus und Frauenfeindlichkeit zu engagieren, fördert sie ein großer Teil der Bewegung aktiv Solange wir fortfahren, Frauen als Fleisch zu sehen, werden wir niemals ein Problem darin sehen, Tiere als Fleisch zu nutzen.
Ich bitte Sie dringend, über das Problem nachzudenken und zu erwägen, Sexismus und Frauenfeindlichkeit in der Bewegung aktiv entgegenzutreten. Beides ist an sich falsch und tun nichts – rein gar nichts — dazu, Tieren zu helfen.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
Seit nunmehr zwei Jahrzehnten argumentiere ich, dass die Anwendung von Sexismus und Frauenfeindlichkeit vermeintlich dazu, Tierrechte zu fördern, eine sehr schlechte Idee ist. Die Verdinglichung von Frauen ist nicht nur an sich selbst unmoralisch, sie trägt nichts dazu bei, das soziale Denken bezüglich der Verdinglichung von Nichtmenschen zu ändern. PETA praktiziert schon seit Jahren verschiedene Versionen der ''Lieber-nackt-als-im-Pelz''-Kampagne. Und welches Ergebnis hat sie gehabt? Die Pelzindustrie ist heute stärker als jemals zuvor. Selbst jene, die einst nackt für PETA posierten, tragen wieder Pelz.
Ich habe gerade eine Videowerbung, gesehen, produziert von Wakker Dier, was 'Tier-Bewusst'' [''Animal Awake''] bedeutet, eine niederländische, als ''Europas Pendant zu PETA'' bezeichnete Organisation. Wakker Dier hat das niederländische Playmate und Fetisch-Model Ancilla Tilia dazu geheuert, den Part einer Stripperin zu spielen, die wie ein Tier gekeult und gehäutet wird. [Video]
PETA hat seine sexistischen Kampagnen mit seinem Frontal-Nackt-Video weiter vorangetrieben. Und nun sehen wir unverblümte plastische Gewalt.
Wenn Sie glauben, dass dergleichen irgendetwas dazu beiträgt, das Bewusstsein über Tierausbeutung zu heben, dann bin ich respektvoll aber entschieden anderer Meinung
Diese Grotesken sind zu nichts als zur Unterhaltung für die Bewegung gedacht, sie leisten nichts, um die Öffentlichkeit von der Bedeutung des Problems der Tierausbeutung zu überzeugen. In den vielen Jahren, seit denen ich für Tiere arbeite, habe ich niemals erlebt, dass jemand zu mir gekommen ist, um mir zu sagen, er sei dazu bewegt worden, über das tierethische Problem nachzudenken, weil er eine nackte Frau in einem Käfig gesehen hat Tatsächlich ist dies genau die Art Dinge, die fortschrittliche Menschen denken lässt, dass die Tierrechtsbewegung ein armseliger Witz ist, der als solcher abzutun und zu ignorieren ist.
Die Verdinglichung von Nichtmenschen ist sehr ähnlich der von Frauen. Aber die Gesellschaft hat kein Problem mit der Verdinglichung von Frauen. Anstatt sich gegen Sexismus und Frauenfeindlichkeit zu engagieren, fördert sie ein großer Teil der Bewegung aktiv Solange wir fortfahren, Frauen als Fleisch zu sehen, werden wir niemals ein Problem darin sehen, Tiere als Fleisch zu nutzen.
Ich bitte Sie dringend, über das Problem nachzudenken und zu erwägen, Sexismus und Frauenfeindlichkeit in der Bewegung aktiv entgegenzutreten. Beides ist an sich falsch und tun nichts – rein gar nichts — dazu, Tieren zu helfen.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
Sunday, 13 September 2009
Bekanntmachung betreffs Facebook
von Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
ich würde denken, dass die meisten von Ihnen keine Zeit mit Leuten verbringen wollten, die auf ''Rathausversammlungen'' auftauchen und vorschlagen,einen Bürgerkrieg zu führen, oder über ''Nazi''-Gesundheitsprogramme reden, oder mit Leuten, die diese Art des Auftretens und Diskurses für annehmbar halten und es unterstützten.
Ich wünsche nicht, meine Zeit darauf zu verwenden, mit Leuten zu reden, die denken, es angebracht, Gewalt zu fördern, oder die es als angemessen erachten, Menschen als ''Scheißkerl'''', ''Nazi'' oder Kollaborateur mit dem Staat''' zu titulieren, weil diese Menschen Gewalt und Gewaltdrohungen ablehnen.
Als ich anfing, auf Facebook zu posten, bat ich jene, die Gewalt befürworten, sich nicht an meiner Website zu beteiligen und stellte klar, dass es deren Zweck war, tierethische Probleme aus einer gewaltlosen Perspektive zu diskutieren.
Bedauerlicherweise gibt es eine Reihe von Leuten, die glauben, das Recht zu haben, jedes Forum zu betreten und ihre Pro-Gewalt-Ansichten zu verbreiten. Das ist seltsam insbesondere deshalb, da dieselben Leute praktisch keine Kritik ihrer Standpunkte auf ihren eigenen Websites zulassen oder gepostete kritische Kommentare kürzen oder manchmal sorge verändern.
Ich habe mich jedenfalls entschieden, eine Pause von FB einzulegen. Ich werde weiterhin hier für gewaltlose Abschaffung der Tierausbeutung eintreten und starte vielleicht eine FB-Diskussionsgruppe zu Ahimsa und Tierrechten, die nur auf Einladung zugänglich ist. Ich weiß es noch nicht.
Bitte seien Sie gewiss, dass ich es immens genossen habe, viele der Menschen, die auf der Website auf FB zusammen kamen, kennen zu lernen. Es gab einige wunderbare Diskussionen und viele viele gedankenvolle Beiträge Leider hatte es eine relativ kleine Anzahl von Teilnehmern zu ihrem Projekt gemacht, zu versuchen, jeden Thread mit Pro-Gewalt-Rhetorik zu infizieren trotz meinem wiederholten Ersuchen, dass wir uns allein auf die Diskussion von Tierrechten im Rahmen von Gewaltlosigkeit konzentrieren.
Bitte besuchen Sie weiterhin diese Website. Es werden mehr Posts und Podcasts folgen. Und ein neues Buch von mir: The Animal Rights Debate: Abolition or Regulation?, mit Dr. Robert Garner zusammen verfasst und von Columbia University Press herausgegeben, wird in diesem Herbst erscheinen. Ich hoffe, dieses Buch wird Anwälten der Tiere helfen, kritisch über die relevanten Fragen nachzudenken.
Leben Sie vegan. Es ist leicht; es ist besser für Sie und den Planeten und, was das Wichtigste ist, es ist das moralisch Richtige. Und kreative, gewaltlose Aufklärung über Veganismus ist die wichtigste Form des Aktivismus, in der wir uns betätigen können.
Es ist meine Überzeugung, dass unsere Bewegung eine des Friedens und der Gewaltlosigkeit sein sollte. Das ist der einzige Weg, auf dem wir jemals bedeutsamen und dauernden Wandel erreichen werden.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
ich würde denken, dass die meisten von Ihnen keine Zeit mit Leuten verbringen wollten, die auf ''Rathausversammlungen'' auftauchen und vorschlagen,einen Bürgerkrieg zu führen, oder über ''Nazi''-Gesundheitsprogramme reden, oder mit Leuten, die diese Art des Auftretens und Diskurses für annehmbar halten und es unterstützten.
Ich wünsche nicht, meine Zeit darauf zu verwenden, mit Leuten zu reden, die denken, es angebracht, Gewalt zu fördern, oder die es als angemessen erachten, Menschen als ''Scheißkerl'''', ''Nazi'' oder Kollaborateur mit dem Staat''' zu titulieren, weil diese Menschen Gewalt und Gewaltdrohungen ablehnen.
Als ich anfing, auf Facebook zu posten, bat ich jene, die Gewalt befürworten, sich nicht an meiner Website zu beteiligen und stellte klar, dass es deren Zweck war, tierethische Probleme aus einer gewaltlosen Perspektive zu diskutieren.
Bedauerlicherweise gibt es eine Reihe von Leuten, die glauben, das Recht zu haben, jedes Forum zu betreten und ihre Pro-Gewalt-Ansichten zu verbreiten. Das ist seltsam insbesondere deshalb, da dieselben Leute praktisch keine Kritik ihrer Standpunkte auf ihren eigenen Websites zulassen oder gepostete kritische Kommentare kürzen oder manchmal sorge verändern.
Ich habe mich jedenfalls entschieden, eine Pause von FB einzulegen. Ich werde weiterhin hier für gewaltlose Abschaffung der Tierausbeutung eintreten und starte vielleicht eine FB-Diskussionsgruppe zu Ahimsa und Tierrechten, die nur auf Einladung zugänglich ist. Ich weiß es noch nicht.
Bitte seien Sie gewiss, dass ich es immens genossen habe, viele der Menschen, die auf der Website auf FB zusammen kamen, kennen zu lernen. Es gab einige wunderbare Diskussionen und viele viele gedankenvolle Beiträge Leider hatte es eine relativ kleine Anzahl von Teilnehmern zu ihrem Projekt gemacht, zu versuchen, jeden Thread mit Pro-Gewalt-Rhetorik zu infizieren trotz meinem wiederholten Ersuchen, dass wir uns allein auf die Diskussion von Tierrechten im Rahmen von Gewaltlosigkeit konzentrieren.
Bitte besuchen Sie weiterhin diese Website. Es werden mehr Posts und Podcasts folgen. Und ein neues Buch von mir: The Animal Rights Debate: Abolition or Regulation?, mit Dr. Robert Garner zusammen verfasst und von Columbia University Press herausgegeben, wird in diesem Herbst erscheinen. Ich hoffe, dieses Buch wird Anwälten der Tiere helfen, kritisch über die relevanten Fragen nachzudenken.
Leben Sie vegan. Es ist leicht; es ist besser für Sie und den Planeten und, was das Wichtigste ist, es ist das moralisch Richtige. Und kreative, gewaltlose Aufklärung über Veganismus ist die wichtigste Form des Aktivismus, in der wir uns betätigen können.
Es ist meine Überzeugung, dass unsere Bewegung eine des Friedens und der Gewaltlosigkeit sein sollte. Das ist der einzige Weg, auf dem wir jemals bedeutsamen und dauernden Wandel erreichen werden.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
Tuesday, 8 September 2009
Moralische Schizophrenie
Kommentar: Ein nahe gehende und persönliche Begegnung mit moralischer Schizophrenie
von Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
Ich spreche von dem sozialen und moralischen Sachverhalt der wahnhaften und verdrehten Art und Weise unseres Denkens in Bezug auf Tiere als ''moralische Schizophrenie'' begründend.
Kürzlich hatte ich eine Begegnung mit moralischer Schizophrenie, als ich mit einem Reh zu tun hatte, das von einem Auto angefahren worden war, und mit Jägern, die anhielten, um dem Reh zu helfen.
In diesem Kommentar beschreibe und erörtere ich, was geschehen war.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
von Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
Ich spreche von dem sozialen und moralischen Sachverhalt der wahnhaften und verdrehten Art und Weise unseres Denkens in Bezug auf Tiere als ''moralische Schizophrenie'' begründend.
Kürzlich hatte ich eine Begegnung mit moralischer Schizophrenie, als ich mit einem Reh zu tun hatte, das von einem Auto angefahren worden war, und mit Jägern, die anhielten, um dem Reh zu helfen.
In diesem Kommentar beschreibe und erörtere ich, was geschehen war.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Tuesday, 1 September 2009
Hey, ist das Milch auf deiner Balaklava?
von Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
wie Sie wissen, bin ich ein Gegner aller Gewalt. Siehe zum Beispiel Ein Kommentar zu Gewalt(Podcast), Ein Kommentar zur Gewaltfrage, Mehr zur Frage von Gewalt und Tierrechten und Zu Tierversuchen und Gewalt. Das ist ein ständiges Thema in meinem Werk seit vielen Jahren. Ich lehne jede Gewalt ab – einschließlich Gewalt gegen Eigentum. Jene, die behaupten, dass es so etwas wie das Zerstören eines Gebäudes oder einen Einbruch gibt, der nicht einen Schaden oder das Risiko eines Schadens für empfindungsfähige Wesen (Menschen und Nichtmenschen gleichermaßen) zur Folge hat, machen sich schlicht etwas vor.
Aus den Gründen, die ich bei zahlreichen Gelegenheiten dargelegt habe, betrachte ich Gewalt als das Problem und nicht als irgendeinen Teil der Lösung, und ich ermuntere jene, die über Tierausbeutung besorgt sind, vegan zu leben und sich in kreativer, gewaltloser Aufklärung über Veganismus zu betätigen.
Ich habe gerade einen Blick auf die Website der Animal Liberation Front geworfen, die ich schon eine Weile nicht angeschaut hatte.
Sie ist wirklich ziemlich bemerkenswert.
Laut ihrem ''Credo''
Nun, ich denke nicht, das Sie sich in Gewalt betätigen sollten, selbst wenn Sie Veganer sind, aber es ist mehr als verwirrend für mich, dass jemand der Meinung sein kann, dass Menschen, die dadurch, dass sie nicht vegan leben, selbst aktiv an Tierausbeutung beteiligt sind, es für auch nur entfernt zulässig erachten könnten, Akte der Gewalt gegen andere begehen zu sollen, die an Tierausbeutung beteiligt sind.
Aber warten Sie. Da ist noch mehr. Da ist ein Link zu Saints Alive [Lebende Heilige], wo viele nicht vegane (oder nicht vegetarische) Prominente und Figuren des öffentlichen Lebens präsentiert werden, einschließlich jener, die für Tierprodukte werben oder sie billigen.
Und es gibt Links zu fast jeder Tierschutzorganisation, die für ''Bio-Fleisch /-Milch/ -Eier'' wirbt. Also behaupten Menschen, die Tiere ausbeuten oder andere Tierausbeuter unterstützen, Kämpfer zu sein mit dem Recht, Gewalt gegen andere Tierausbeuter auszuüben. Das Niveau der Konfusion hier ist schwerwiegend.
Ich habe oft argumentiert, dass jene, die Gewalt unterstützen, nicht schlüssig vertreten können, dass wir institutionelle Ausbeuter zur Zielscheibe machen sollen, weil wir, die Konsumenten, es sind, die die Nachfrage für Tierprodukte schaffen. Die Lösung ist Aufklärung, um das Paradigma zu verändern. Es gibt keine andere realistische Option.
Die Gewaltbefürworter werden gewaltig ärgerlich, wenn ich so argumentiere, und beschimpfen mich auf jede erdenkliche Weise, und bedauerlicherweise bedrohen und belästigen einige von ihnen jene, die ihre Unterstützung für Gewaltlosigkeit zum Ausdruck bringen.
Ich sehe jetzt, warum. Sie müssten alle ihre Balaclava anziehen und Gewalt gegeneinander verüben, wenn Sie meinen Standpunkt [dass nicht vertretbar ist, die Anbieter von Tierprodukten eher als die Nachfrager anzugreifen ] akzeptieren würden.
Leben Sie vegan. Es ist besser für Sie; es ist besser für den Planeten und, was das Wichtigste ist, es ist das moralisch Richtige. Und zumindest was mich betrifft, sind Tierrechte und ethischer Veganismus eine Verpflichtung zur Gewaltlosigkeit.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
wie Sie wissen, bin ich ein Gegner aller Gewalt. Siehe zum Beispiel Ein Kommentar zu Gewalt(Podcast), Ein Kommentar zur Gewaltfrage, Mehr zur Frage von Gewalt und Tierrechten und Zu Tierversuchen und Gewalt. Das ist ein ständiges Thema in meinem Werk seit vielen Jahren. Ich lehne jede Gewalt ab – einschließlich Gewalt gegen Eigentum. Jene, die behaupten, dass es so etwas wie das Zerstören eines Gebäudes oder einen Einbruch gibt, der nicht einen Schaden oder das Risiko eines Schadens für empfindungsfähige Wesen (Menschen und Nichtmenschen gleichermaßen) zur Folge hat, machen sich schlicht etwas vor.
Aus den Gründen, die ich bei zahlreichen Gelegenheiten dargelegt habe, betrachte ich Gewalt als das Problem und nicht als irgendeinen Teil der Lösung, und ich ermuntere jene, die über Tierausbeutung besorgt sind, vegan zu leben und sich in kreativer, gewaltloser Aufklärung über Veganismus zu betätigen.
Ich habe gerade einen Blick auf die Website der Animal Liberation Front geworfen, die ich schon eine Weile nicht angeschaut hatte.
Sie ist wirklich ziemlich bemerkenswert.
Laut ihrem ''Credo''
(führt) die Animal Liberation Front (ALF) direkte Aktionen gegen Tiermissbrauch in Form von Tierrettungen und der Verursachung finanzieller Verluste für Tierausbeuter aus, üblicherweise durch das Beschädigen und Zerstören von Eigentum.Das Credo besagt außerdem:
Jede Gruppe von Menschen, die Vegetarier oder Veganer sind und Aktionen gemäß den ALF-Richtlinien ausführen, haben das Recht, sich als Teil der ALF zu betrachten.Okay, lassen Sie mich sehen, ob ich dieses Recht habe. Wenn Sie Vegetarier sind – wenn Sie Mich, Eis, Käse, Eier konsumieren –, haben Sie den Segen der ALF dazu, Eigentum in ihrem Nahmen zu zerstören.
Nun, ich denke nicht, das Sie sich in Gewalt betätigen sollten, selbst wenn Sie Veganer sind, aber es ist mehr als verwirrend für mich, dass jemand der Meinung sein kann, dass Menschen, die dadurch, dass sie nicht vegan leben, selbst aktiv an Tierausbeutung beteiligt sind, es für auch nur entfernt zulässig erachten könnten, Akte der Gewalt gegen andere begehen zu sollen, die an Tierausbeutung beteiligt sind.
Aber warten Sie. Da ist noch mehr. Da ist ein Link zu Saints Alive [Lebende Heilige], wo viele nicht vegane (oder nicht vegetarische) Prominente und Figuren des öffentlichen Lebens präsentiert werden, einschließlich jener, die für Tierprodukte werben oder sie billigen.
Und es gibt Links zu fast jeder Tierschutzorganisation, die für ''Bio-Fleisch /-Milch/ -Eier'' wirbt. Also behaupten Menschen, die Tiere ausbeuten oder andere Tierausbeuter unterstützen, Kämpfer zu sein mit dem Recht, Gewalt gegen andere Tierausbeuter auszuüben. Das Niveau der Konfusion hier ist schwerwiegend.
Ich habe oft argumentiert, dass jene, die Gewalt unterstützen, nicht schlüssig vertreten können, dass wir institutionelle Ausbeuter zur Zielscheibe machen sollen, weil wir, die Konsumenten, es sind, die die Nachfrage für Tierprodukte schaffen. Die Lösung ist Aufklärung, um das Paradigma zu verändern. Es gibt keine andere realistische Option.
Die Gewaltbefürworter werden gewaltig ärgerlich, wenn ich so argumentiere, und beschimpfen mich auf jede erdenkliche Weise, und bedauerlicherweise bedrohen und belästigen einige von ihnen jene, die ihre Unterstützung für Gewaltlosigkeit zum Ausdruck bringen.
Ich sehe jetzt, warum. Sie müssten alle ihre Balaclava anziehen und Gewalt gegeneinander verüben, wenn Sie meinen Standpunkt [dass nicht vertretbar ist, die Anbieter von Tierprodukten eher als die Nachfrager anzugreifen ] akzeptieren würden.
Leben Sie vegan. Es ist besser für Sie; es ist besser für den Planeten und, was das Wichtigste ist, es ist das moralisch Richtige. Und zumindest was mich betrifft, sind Tierrechte und ethischer Veganismus eine Verpflichtung zur Gewaltlosigkeit.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
Saturday, 29 August 2009
Kommentar: Aspekte der Vegetarier/veganer-Debatte
von Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
Unser erster Kommentar zu Vegetarismus als ein ''Einstieg'' in den Veganismus hat eine anhaltende Kontroverse provoziert und in diesem Kommentar spreche ich drei Streitfragen an.
1. Bedeutet mein Standpunkt, dass wir keine moralische Unterscheidung zwischen Fleisch und anderen Tierprodukten machen können, dass wir auf Konfrontationskurs gehen sollten, wenn wir mit Menschen reden, die keine Veganer sind, oder sie verurteilen sollten?
Die knappe Antwort: nein, natürlich nicht.
2. Was machen wir, wenn jemand sagt, dass ihm das Problem der Tierausbeutung nicht egal ist, dass er aber Tierprodukte schlicht nicht aufgeben wird.
Die knappe Antwort: Das ist im Allgemeinen eine Reaktion die in Wirklichkeit zu mehr Diskussion einlädt.
3. Warum weisen Neue Tierschützer Veganismus so vehement als eine moralische Grundlinie zurück?
Die knappe Antwort: Ein Schlüsselprinzip der Tierschutztheorie ist, dass es vertretbar ist, Tiere zu nutzen und zu töten, solange wir sie nicht leiden machen. Veganismus ist einfach ein Weg – unter vielen anderen, einschließlich ''Bio-Fleisch''/'-Milch/ -Eier'' –, um Leiden zu vermindern. Veganismus hat keine größere Bedeutung denn als ein Weg, Leiden zu vermindern.
Ich hoffe, dieser Kommentar klärt einige der ausgezeichneten Fragen, die ich erhalten habe.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
Unser erster Kommentar zu Vegetarismus als ein ''Einstieg'' in den Veganismus hat eine anhaltende Kontroverse provoziert und in diesem Kommentar spreche ich drei Streitfragen an.
1. Bedeutet mein Standpunkt, dass wir keine moralische Unterscheidung zwischen Fleisch und anderen Tierprodukten machen können, dass wir auf Konfrontationskurs gehen sollten, wenn wir mit Menschen reden, die keine Veganer sind, oder sie verurteilen sollten?
Die knappe Antwort: nein, natürlich nicht.
2. Was machen wir, wenn jemand sagt, dass ihm das Problem der Tierausbeutung nicht egal ist, dass er aber Tierprodukte schlicht nicht aufgeben wird.
Die knappe Antwort: Das ist im Allgemeinen eine Reaktion die in Wirklichkeit zu mehr Diskussion einlädt.
3. Warum weisen Neue Tierschützer Veganismus so vehement als eine moralische Grundlinie zurück?
Die knappe Antwort: Ein Schlüsselprinzip der Tierschutztheorie ist, dass es vertretbar ist, Tiere zu nutzen und zu töten, solange wir sie nicht leiden machen. Veganismus ist einfach ein Weg – unter vielen anderen, einschließlich ''Bio-Fleisch''/'-Milch/ -Eier'' –, um Leiden zu vermindern. Veganismus hat keine größere Bedeutung denn als ein Weg, Leiden zu vermindern.
Ich hoffe, dieser Kommentar klärt einige der ausgezeichneten Fragen, die ich erhalten habe.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
Saturday, 22 August 2009
Ein Kommentar zu Gewalt
von Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
ich bin ein Gegner von Gewalt. Ich betrachte Gewalt als an sich unmoralisch. Ich habe oft über dieses Thema geschrieben und es erörtert, einschließlich in Essays (1, 2)auf dieser Website
Ich nehme zur Kenntnis, dass viele von Ihnen mit meiner Ablehnung von Gewalt nicht übereinstimmen.
Aber das ist unerheblich. Selbst wenn Sie glauben, dass Gewalt gerechtfertigt werden kann, gibt es immer noch zwingende Gründe, daran festzuhalten, dass Gewalt im Zusammenhang des Kampfes um Tierrechte nicht den geringsten Sinn macht.
Ich vertrete die Auffassung, dass das Einzige, was einen praktischen Sinn macht, kreative gewaltlose Aufklärung über Veganismus ist. Diese Strategie ist alles andere als passiv, sie bedeutet unser aktives und beständiges Arbeiten daran, ein grundlegendes Paradigma zu verändern – die Vorstellung, dass Tiere Sachen, Ressourcen, Eigentum sind, dass sie ausschließlich Mittel zu menschlichen Zwecken sind.
Bis wir eine kritische Masse von Menschen, die dieses Paradigma ablehnen, gebildet haben, wird sich nichts verändern.
In diesem Kommentar diskutiere ich das Thema Gewalt.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
ich bin ein Gegner von Gewalt. Ich betrachte Gewalt als an sich unmoralisch. Ich habe oft über dieses Thema geschrieben und es erörtert, einschließlich in Essays (1, 2)auf dieser Website
Ich nehme zur Kenntnis, dass viele von Ihnen mit meiner Ablehnung von Gewalt nicht übereinstimmen.
Aber das ist unerheblich. Selbst wenn Sie glauben, dass Gewalt gerechtfertigt werden kann, gibt es immer noch zwingende Gründe, daran festzuhalten, dass Gewalt im Zusammenhang des Kampfes um Tierrechte nicht den geringsten Sinn macht.
Ich vertrete die Auffassung, dass das Einzige, was einen praktischen Sinn macht, kreative gewaltlose Aufklärung über Veganismus ist. Diese Strategie ist alles andere als passiv, sie bedeutet unser aktives und beständiges Arbeiten daran, ein grundlegendes Paradigma zu verändern – die Vorstellung, dass Tiere Sachen, Ressourcen, Eigentum sind, dass sie ausschließlich Mittel zu menschlichen Zwecken sind.
Bis wir eine kritische Masse von Menschen, die dieses Paradigma ablehnen, gebildet haben, wird sich nichts verändern.
In diesem Kommentar diskutiere ich das Thema Gewalt.
Gary L. Francione
©2009 Gary L. Francione
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