Tuesday, 12 January 2010

Kommentar(14): Analyse des zweiten Teils von ''Animals and Us''

von Gary L. Francione Blog

Liebe KollegInnen,

der zweite Teil der BBSC-Sendung: One Planet: Animals and Us [Ein Planet: Tiere und wir], moderiert von Victor Schonfeld (der 1982 den einflussreichen The Animals Film [Film der Tiere] machte), konzentrierte sich auf Tierversuche. Schonfeld schloss die Sendung mit der Übereinstimmung damit, dass die Tierrechtsbewegung kristallklare Richtlinien braucht, und er untersuchte Veganismus als möglichen Weg, mit dem Problem der Tierausbeutung umzugehen.

Der BBC World Service ist das Radioprogramm mit den weltweit meisten Zuhörern. Es ist aufregend, dass dort Veganismus diskutiert wurde.

In diesem Podcast kommen Dr. Roger Yates, die NZ-Vegan-Podcasterin Elizabeth Collins und ich zusammen, um den zweiten Teil von ''Animals and Us'' zu kommentieren.

Wir werden außerdem Norm Phelps jüngste Gutheißung des Neuen Tierschutzes diskutieren.

DIE WELT IST VEGAN! Wenn Du es willst.

Gary L. Francione
©2010 Gary L. Francione

Sunday, 10 January 2010

Die Wichtigkeit von Adoption:Es gibt so viele Christines

von Gary L. Francione Blog

Liebe KollegInnen,

vor einigen Wicchen adoptierten wir Christine. Sie ist ein 9-jähriger Golden Retriever, von ihrer menschlichen Familie, die ''keine Zeit mehr für sie hatte'', einem örtlichen Tierheim übergeben, das Tiere, die nicht innerhalb einer gewissen Zeit vermittelt werden, tötet. Sie wurde adoptiert und einen Tag später von jemandem zurückgebracht, der sagte, sie habe sich mit dem anderen Hund im Haushalt nicht verstanden.

Wir haben Christine adoptiert, weil es schwieriger ist, für ältere Hunde einen Platz zu finden, besonders wenn sie schon einmal zurückgebracht worden sind. Sie ist eine absolute Freude und von dem Moment an, in dem sie unser Haus betrat, ist sie sehr gut mit unseren anderen Hunden ausgekommen. Sie liebt es, im Schnee zu spielen und sie überwindet langsam aber sicher die Verwirrung, die zwangsläufig auftritt, wenn Sie für neun Jahre irgendwo waren und dann nicht mehr dort sind. Und sie liebt ihr veganes Futter heiß und innig! (Aber zugegeben, sie ist ein Golden Retriever und würde Karton essen, deshalb betrachten wir unsere etwas wählerischeren Vierbeiner als bessere Anzeiger dafür, wie sehr Hunde eine gute vegane Mahlzeit lieben.)

Es gibt immer Tiere, die ein Zuhause brauche, aber in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krise verlieren auch viele Menschen ihr Zuhause und viele Tierheime erreichen die Grenze ihrer Aufnahmekapazität oder haben sie schon erreicht. Es gibt so viele traurige Geschichten.

Wenn Sie ein heimatloses Tier aufnehmen können – ob Hund, Katze, Vogel, Maus oder Fisch –, irgendjemanden, der ein Zuhause braucht, bitte tun Sie es. Adoption ist eine wichtige Form von Aktivismus; die Tiere sind unsertwegen in dieser Misere. Das Mindeste, was wir tun können, ist, für einige von ihnen zu sorgen.

Und wenn sie jemanden adoptieren, bedenken Sie, dass es etwas Zeit und Mühe brauchen kann, bis ein neues Familienmitglied sich an seine neue Familie gewöhnt hat und sich wohl in ihr fühlt. Geben Sie nicht auf, wenn ein neuer Hund oder eine neue Katze einige Schwierigkeiten hat, sich anzupassen. Das ist normal. Wir hatten eine Anzahl von ''Problemhunden'' über die Jahre und wir waren stets in der Lage, mit Liebe, Geduld und Verständnis die Probleme zu lösen.

Und eines kann ich mit Sicherheit sagen: All die Liebe wurde von unserer Hundefamilie um ein Vielfaches zurückgegeben.

Deshalb adoptieren Sie bitte, wenn Sie können.

DIE WELT IST VEGAN! Wenn Du es willst.

Gary L. Francione
©2010 Gary L. Francione

Saturday, 9 January 2010

Kurze Videos ...

...zu Tierrechten, Tierrechten vs. Tierschutz und Tieren als Eigentum

von Gary L. Francione Blog

Liebe KollegInnen,

Ich bekomme buchstäblich hunderte von Emails wöchentlich von Menschen mit grundlegenden Fragen zu Tierrechten, dem Unterschied zwischen Tierrechten und Tierschutz und den Implikationen des Eigentumsstatus von Tieren, wo es um Belange von Tierscutzreformen geht.

Ich bemühe mich, so viele dieser Fragen zu beantworten, wie es mir möglich ist. Es wäre vielleicht hilfreich, wenn jene, die solche Fragen haben, sich die kuren Videos anschauen, die auf der Videoseite dieser Website verfügbar sind.

Es gibt drei Videos, die für die Fragen, die man mir stellt, insbesondere relevant sind: Theorie der Tierrechte, Tiere als Eigentum und Tierrechte vs. Tierschutz. Sie sind verfügbar in Englisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch und Spanisch. Theorie der Tierrechte ist überdies in Japanisch vorhanden.

Diese Videos wurden als Lehrinstrumente konzipiert, um die grundlegenden Ideen in einfacher, aber nicht simplifizierender Weise zu erklären.

Außerdem gibt es eine FAQ-Abteilung [Frequently Asked Questions: Häufig gestellte Fragen], die meinem Buch Introduction to Animal Rights: Your Child or the Dog?, erschienen 2000 bei Temple University Press, entnommen ist.

Denken Sie daran: Wenn Sie andere aufklären, müssen Sie sich zuvor selbst aufklären! Die Videos und FAQs sind ein vorzüglicher Weg, damit zu beginnen, mit den grundlegenden Konzepten vertraut zu werden in einer Weise, die Sie oder jene, die Sie aufzuklären suchen, nicht ''erschlägt''.

DIE WELT IST VEGAN! Wenn Du es willst.

Gary L. Francione
©2010 Gary L. Francione

Newsweek: ''Bio-Fleisch''

von Gary L. Francione Blog

Liebe KollegInnen,

Das Newsweek-Magazin enthält einen Artikel: No More Sacred Cows [Keine heiligen Kühe mehr], dessen Pointe lautet:

''Einige Langzeitvegetarier kehren zum Fleisch zurück, aber wünschen nur nachhaltig gezüchtetes, geweidetes Vieh wie diese Kühe auf der Hawthorne-Valley-Farm in Ghent, New York.''

Das ist es, wohin die ''Bio-Fleisch''-Bewegung führt. Die Tiere werden immer noch abscheulich behandelt und sie alle enden ihr Leben inmitten der Geräusche, des Gestanks und der Schrecken des Schlachthauses.

Der hauptsächliche Unterschied besteht darin, dass die Menschen sich wohler dabei fühlen, sie zu konsumieren.

DIE WELT IST VEGAN! Wenn Du es willst.

Gary L. Francione
©2010 Gary L. Francione

Friday, 8 January 2010

''Animals and Us'': Schluss mit vegane Note!

von Gary L. Francione Blog

Obwohl im zweiten Teil von One Planet: Animals and Us [Ein Planet: Tiere und wir], moderiert von Victor Schonfeld (der 1982 den einflussreichen The Animals Film [Film der Tiere] machte) Tierversuche im Mittelpunkt standen, beschließt er die Sendung mit dem Hinweis, dass Veganismus möglicherweise der Weg ist, mit dem Problem der Tierausbeutung umzugehen.

Der BBC World Service ist das Radioprogramm mit den weltweit meisten Zuhörern. Es ist aufregend, dass dort Veganismus erörtert wurde.

Ich hoffe, dass Roger Yates und Elizabeth Collins mit mir in einem weiteren Podcast zusammenkommen werden, um Schonfelds Sendung zu analysieren.

DIE WELT IST VEGAN! Wenn Du es willst.

Gary L. Francione
©2010 Gary L. Francione

Monday, 4 January 2010

Kommentar (13): Analyse des ersten Teils von ''Animals and Us''

von Gary L. Francione Blog

Liebe KollegInnen,

Am 31. Dezember 2009 strahlte der BBC World Service den ersten Teil eines zweiteiligen Programms: One Planet: Animals and Us [Ein Planet: Tiere und wir] aus. Diese Sendung wurde moderiert von Victor Schonfeld, der 1982 den höchst einflussreichen The Animals Film [Film der Tiere ] machte. Es war einer der ersten – wenn nicht der erste – Film, der enthüllte, wie Menschen Tiere tatsächlich behandeln. Animals and Us bedeutet Schonfelds Rückkehr zum Thema 27 Jahre später, um zu fragen, ob sich irgendetwas seit 1982 verändert hat. Der erste Teil drehte sich in erster Linie um die Nutzung von Tieren zu Nahrungszwecken und konzentrierte sich auf Massentierhaltung.

In diesem Kommentar diskutieren und kritisieren der Soziologe Dr. Roger Yates, das Podcast-Phänomen in Neuseeland, Elizabeth Collins, und ich den ersten Teil

Wenn Sie noch nicht vegan leben: Fangen Sie damit an. Es ist leicht; es ist besser für Ihre Gesundheit und den Planeten; und was das Wichtigste ist, es ist das moralisch Richtige.

Und denken Sie daran: DIE WELT IST VEGAN! Wenn Du es willst.

Gary L. Francione
©2010 Gary L. Francione

Veganer Montag ?

von Gary L. Francione Blog

Liebe KollegInnen,

frohes neues Jahr.

Ich halte sicherlich nichts von der Idee eines ''Fleischfreien Montags'' [''Meatless Monday'']. Aber ich möchte einen kurz gefassten Gedanken zu diesem Thema anführen.

Wie Sie wissen, setze ich mich für Veganismus ein und ich denke, dass Aktivismus für Tiere hauptsächlich aus gewaltloser Aufklärung über Veganismus bestehen sollte. Wir sollten betonen, dass es leicht ist, vegan zu leben, und dass jeder es heute tun kann, in diesem Moment, wenn er will.

Nichtsdestotrotz: Wenn jemand zu mir sagt: ''Ich möchte vegan leben, aber ich kann es wirklich nicht sofort tun'', stelle ich klar, dass ich denke, dass der Konsum irgendeines Tierproduktes moralisch nicht vertretbar ist, aber ich schlage oft vor, dass diese Menschen für einige Zeit vegan frühstücken, dann für einige Zeit vegan zu Mittag essen, dann zu Abend. Ich rate ihnen niemals, ''käfig-freie'' Eier [Eier aus Bodenhaltung] oder ''Bio-Fleisch'' zu essen.

Gleichermaßen habe ich Leuten, die einen sofortigen Übergang zum Veganismus unnachgiebig ablehnen, aber vegan leben wollen, vorgeschlagen es für einen Tag zu versuchen und ein paar Tage später nochmals usw., bis alle 7 Wochentage vegan sind.

In diesem Sinne hätte ich keine Einwände gegen einen ''Veganen Montag'' (oder welchen Tag auch immer), wenn klargestellt wäre, dass dieser (1) im Zeichen der Anerkennung des ethischen Imperaitvs steht, dass wir Tiernutzung nicht rechtfertigen können, und (2) nur ein Schritt hin zu vollständigem Veganismus ist.

''Fleischfreie Montage'' verstärken die Vorstellung, dass Tierfleisch von anderen Tierprodukten moralisch unterscheidbar ist. Sie werden von vielen auch als ein Selbstzweck zur Verminderung der Umweltfolgen des Fleischkonsums oder als eine gesundheitliche Maßnahme in gleicher Weise beworben wie die Einschränkung des Alkoholkonsums. Aus diesem Grund unterstütze ich ''Fleischfreie Montage'' nicht.

Aber ich würde einen ''Veganen [Tag]'' unterstützen, wenn deutlich würde, dass dieses Projekt im Zeichen unserer moralischen Verpflichtung Tieren gegenüber stünde und wenn es ausdrücklich als einen Schritt hin zu vollständigem Veganismus bezweckend dargestellt würde. Ich wäre sicherlich nicht dagegen, klarzustellen, dass Tierprodukte gesundheitsschädlich sind und nachteilige Umweltfolgen haben. Aber ich denke, dass der zentrale Schwerpunkt eines solchen Tages die moralische Reflexion über die Nutzung von Tieren und die Botschaft sein sollte, dass wir uns auf Vollzeit-Veganismus zubewegen sollten.

Wir sollten allerdings niemals aufhören herauszustellen, dass Veganismus leicht und etwas ist, das jeder hier und jetzt tun kann, um einen positiven und wesentlichen Schritt in Richtung Gewaltlosigkeit zu tun.

''Veganer [Tag]'' hätte wenigstens den Vorzug, nicht die irrige Vorstellung zu verstärken, dass es einen moralisch erheblichen Unterschied zwischen Fleisch und anderen Tierprodukten gibt.

Und denken Sie daran: DIE WELT IST VEGAN! Wenn Du es willst.

Gary L. Francione
© 2010 Gary L. Francione