von Gary L. Francione Blog
Liebe KollegInnen,
In meinem Buch Introduction to Animal Rights. Your Child or the Dog?, herausgegeben 2000 von Temple University Press, führe ich den Begriff ''moralische Schizophrenie'' ein. Zu meinem Gebrauch dieses Ausdrucks habe ich Kommentare erhalten, und diese fallen unter zwei Gruppen:
Einige Leute beschuldigten mich der Vermischung von moralischer Schizophrenie mit multipler /gespaltener Persönlichkeit.
Wenn ich von moralischer Schizophrenie spreche, versuche ich, die wahnhafte und verdrehte Art und Weise unseres Denkens in Bezug auf Tiere als einen sozialen und moralischen Sachverhalt zu beschreiben. Diese Verdrehtheit kann natürlich miteinander in Konflikt stehende oder sich widersprechende Arten und Weisen, Tiere zu sehen, einschließen (einige Tiere sind Familienmitglieder, andere sind Essen), aber das heißt nicht, dass ich eine klassische gespaltene oder multiple Persönlichkeit beschreibe. Unsere moralische Schizophrenie, die unsere Selbsttäuschung über tierliche Empfindungsfähigkeit und über die Ähnlichkeiten zwischen uns und anderen Tieren einschließt, und ein enormes Ausmaß an Verwirrung über den moralischen Status von Tieren ist ein Phänomen, das ziemlich kompliziert ist und viele verschiedene Aspekte hat.
Einige Leute denken, dass ich, indem ich diesen Ausdruck verwende, Menschen mit klinischer Schizophrenie stigmatisiere, weil er impliziert, das sie unmoralische Menschen sind. Es tut mir aufrichtig Leid – und das meine ich ernst – , wenn jemand den Ausdruck so interpretiert hat, und das ist es sicherlich nicht, was ich beabsichtigt habe. Schizophrenie ist ein anerkannter Zustand, der durch wirres und wahnhaftes Denken gekennzeichnet ist. Zu sagen, dass wir wahnhaft und verwirrt sind, wenn es um moralische Fragen geht, bedeutet nicht, zu sagen, dass jene, die an klinischer Schizophrenie leiden, unmoralisch sind. Es bedeutet nur, festzustellen, dass viele von uns hinsichtlich wichtiger moralischer Angelegenheiten in völlig verdrehter, wahnhafter und unzusammenhängender Art und Weise denken. Ich sage mit Bestimmtheit nicht, dass jene, die an klinischer Schizophrenie leiden, unmoralisch sind!
Zu sagen, dass der Ausdruck ''moralische Schizophrenie'' Menschen mit klinischer Schizophrenie stigmatisiert, heißt zu sagen, dass die Rede von ''Drogenkonsum, der sich wie Krebs ausbreitet'' Krebsopfer stigmatisiert.
Ich hoffe, dies lasst klar werden, was ich meine, wenn ich von unserer moralischen Schizophrenie spreche, wenn es um Tierethik geht. Ich hoffe auch, dass klar ist, dass ich diesen Ausdruck nicht in einer Weise verwende, die klinische Schizophrenie als unmoralisch darstellt oder darzustellen beabsichtigt.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Wednesday, 12 August 2009
Sunday, 9 August 2009
Kommentar (1): Vegetarismus als ''Einstieg'' in den Veganismus?
von Gary L. Francione Blog
Liebe KollegInnen,
Willkommen zum Kommentar des abolitionistischen Tierrechtsansatzes. [nachfolgend''Kommenar''].
Der Kommentar wird aus einer Serie von Podcasts bestehen, die verschiedene Aspekte der Idee, dass wir Tierausbeutung abschaffen und nicht lediglich regulieren sollten, untersucht und diskutiert. Er wird Ideen reflektieren, die auf dieser Website und in meinen Büchern dargelegt sind.
Tiere sind nichtmenschliche Personen und wir können es moralisch nicht rechtfertigen, sie als Ressourcen zu behandeln. Da Tiere bewegliches Eigentum oder Wirtschaftsgüter sind, kostet die Regulierung der Behandlung von Tieren zudem Geld und bietet tierlichen Interessen fast nie bedeutenden Schutz. Im Allgemeinen machen Tierschutzreformen Tiernutzung tatsächlich profitabler, weil die umgesetzten Reformen diejenigen sind, die auf einen wirtschaftlichen Vorteil für Produzenten und Konsumenten hinauslaufen. Der Kommentar zum abolitionistischen Tierrechtsansatz wird diskutieren, warum Tierschutzreformen nicht dazu funktionieren und nicht funktionieren können, um Tieren Schutz zu bieten.
Der Kommentar wird für ethischen Veganismus und kreative, gewaltlose Aufklärung über Veganismus als den hauptsächlichen Formen von Aktivismus in Richtung der Abschaffung der Tierausbeutung werben. Ethischer Veganismus geht darüber, nur keine Tierprodukte zu essen, hinaus; er lehnt den Gebrauch von Tieren für Kleidung oder den Gebrauch von Produkten, die Bestandteile von Tieren enthalten oder an Tieren getestet wurden, ab. Es gibt keinen moralischen Unterschied zwischen Fleisch und anderen Tierprodukten. Alle Tierprodukte schließen Leiden und Tod ein.
Der Kommentar wird den Begriff der Tierrechte untersuchen. Obwohl es einigen Meinungsstreit darüber gibt, welche Rechte Menschen haben sollten, sind wir alle Gegner von Menschensklaverei oder des Behandelns von Menschen als bewegliches Eigentum. Der abolitionistische Tierrechtsansatz vertritt die Auffassung, dass wir es moralisch nicht rechtfertigen können, dieses eine Recht allen empfindungsfähigen Nichtmenschen zu verwehren. Dies bedeutet, dass wir aufhören sollten, Haustiere in die Welt zu setzen. Wir sollten um uns die kümmern, die jetzt existieren, aber keine weiteren mehr in die Welt setzen. Wir sollten wild lebende Tiere in Ruhe lassen und aufhören, in ihre Lebensräume einzudringen und diese zu zerstören.
Der Kommentar wird unsere ''moralische Schizophrene'' oder die wahnhafte und verdrehte Art und Weise, in der wir uns mit Tierethik befassen, untersuchen. Wir stimmen alle darin überein, dass es falsch ist, Tieren ''unnötiges'' Leiden zuzufügen oder sie ''unnötigerweise'' zu töten. Wenn ''Notwendigkeit'' irgendeine schlüssige Bedeutung haben soll, dann muss sie zum Mindesten bedeuten, dass es falsch ist, Tieren Leiden und Tod aus Gründen des Vergnügens, Genusses oder der Bequemlichkeit zuzufügen. Aber der überwältigende Anteil an Tiernutzung kann nur mit Vergnügen, Genuss oder Bequemlichkeit gerechtfertigt werden. Viele von uns leben mit Tieren, die wir als Familienmitglieder betrachten. Aber wir stechen eine Gabel in andere Tiere, die sich faktisch oder moralisch nicht von denen, die wir lieben, unterscheiden.
Der Kommentar wird auch die Streitfrage der Gewalt erörtern und erläutern, warum die Bewegung zur Abschaffung aller Tierausbeutung Teil einer größeren Bewegung für Ahimsa oder Gewaltlosigkeit sein sollte. Alle Menschen beuten Tieren auf die eine oder andere Art und Weise aus. Deshalb macht auf institutionelle Tiernutzer gerichtete Gewalt keinen Sinn. Die institutionellen Tiernutzer und Produzenten von Tierprodukten sind nicht das Problem; das Problem ist die Öffentlichkeit, die Tierprodukte nachfragt. Wenn Tierausbeutung jemals enden soll, müssen wir die Menschen in gewaltloser Weise darüber aufklären und das moralische Leitbild von der Behandlung von Tieren als Eigentum wegbewegen.
Zuletzt wird der Kommentar die wichtige Beziehung zwischen Tierrechten und Menschenrechten ansprechen und untersuchen, warum wir keinen Sexismus, Rassismus oder andere Formen der Diskriminierung verwenden sollten, um Tierrechte zu fördern.
In dieser ersten Folge diskutiere ich, ob wir Vegetarismus als ''Einstieg'' in den Veganismus fördern sollten. Ich komme zu dem Schluss, dass die Antwort ''nein'' lautet.
Das Entscheidende ist: Wenn Sie Vegetarier sind, dann sind Sie immer noch mitschuldig am Leiden von Tieren; dann sind Sie sind immer noch mitschuldig am Töten von Tieren.
Wenn Sie Tiere als nichtmenschliche moralische Personen ansehen, warum wollen Sie an ihrem Leiden und Sterben mitschuldig sein?
Ich hoffe, dass Sie den Kommentar des abolitionistischen Tierrechtsansatzes und unsere künftigen Bemühungen für Ihr Nachdenken über Tierethik hilfreich finden.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
Willkommen zum Kommentar des abolitionistischen Tierrechtsansatzes. [nachfolgend''Kommenar''].
Der Kommentar wird aus einer Serie von Podcasts bestehen, die verschiedene Aspekte der Idee, dass wir Tierausbeutung abschaffen und nicht lediglich regulieren sollten, untersucht und diskutiert. Er wird Ideen reflektieren, die auf dieser Website und in meinen Büchern dargelegt sind.
Tiere sind nichtmenschliche Personen und wir können es moralisch nicht rechtfertigen, sie als Ressourcen zu behandeln. Da Tiere bewegliches Eigentum oder Wirtschaftsgüter sind, kostet die Regulierung der Behandlung von Tieren zudem Geld und bietet tierlichen Interessen fast nie bedeutenden Schutz. Im Allgemeinen machen Tierschutzreformen Tiernutzung tatsächlich profitabler, weil die umgesetzten Reformen diejenigen sind, die auf einen wirtschaftlichen Vorteil für Produzenten und Konsumenten hinauslaufen. Der Kommentar zum abolitionistischen Tierrechtsansatz wird diskutieren, warum Tierschutzreformen nicht dazu funktionieren und nicht funktionieren können, um Tieren Schutz zu bieten.
Der Kommentar wird für ethischen Veganismus und kreative, gewaltlose Aufklärung über Veganismus als den hauptsächlichen Formen von Aktivismus in Richtung der Abschaffung der Tierausbeutung werben. Ethischer Veganismus geht darüber, nur keine Tierprodukte zu essen, hinaus; er lehnt den Gebrauch von Tieren für Kleidung oder den Gebrauch von Produkten, die Bestandteile von Tieren enthalten oder an Tieren getestet wurden, ab. Es gibt keinen moralischen Unterschied zwischen Fleisch und anderen Tierprodukten. Alle Tierprodukte schließen Leiden und Tod ein.
Der Kommentar wird den Begriff der Tierrechte untersuchen. Obwohl es einigen Meinungsstreit darüber gibt, welche Rechte Menschen haben sollten, sind wir alle Gegner von Menschensklaverei oder des Behandelns von Menschen als bewegliches Eigentum. Der abolitionistische Tierrechtsansatz vertritt die Auffassung, dass wir es moralisch nicht rechtfertigen können, dieses eine Recht allen empfindungsfähigen Nichtmenschen zu verwehren. Dies bedeutet, dass wir aufhören sollten, Haustiere in die Welt zu setzen. Wir sollten um uns die kümmern, die jetzt existieren, aber keine weiteren mehr in die Welt setzen. Wir sollten wild lebende Tiere in Ruhe lassen und aufhören, in ihre Lebensräume einzudringen und diese zu zerstören.
Der Kommentar wird unsere ''moralische Schizophrene'' oder die wahnhafte und verdrehte Art und Weise, in der wir uns mit Tierethik befassen, untersuchen. Wir stimmen alle darin überein, dass es falsch ist, Tieren ''unnötiges'' Leiden zuzufügen oder sie ''unnötigerweise'' zu töten. Wenn ''Notwendigkeit'' irgendeine schlüssige Bedeutung haben soll, dann muss sie zum Mindesten bedeuten, dass es falsch ist, Tieren Leiden und Tod aus Gründen des Vergnügens, Genusses oder der Bequemlichkeit zuzufügen. Aber der überwältigende Anteil an Tiernutzung kann nur mit Vergnügen, Genuss oder Bequemlichkeit gerechtfertigt werden. Viele von uns leben mit Tieren, die wir als Familienmitglieder betrachten. Aber wir stechen eine Gabel in andere Tiere, die sich faktisch oder moralisch nicht von denen, die wir lieben, unterscheiden.
Der Kommentar wird auch die Streitfrage der Gewalt erörtern und erläutern, warum die Bewegung zur Abschaffung aller Tierausbeutung Teil einer größeren Bewegung für Ahimsa oder Gewaltlosigkeit sein sollte. Alle Menschen beuten Tieren auf die eine oder andere Art und Weise aus. Deshalb macht auf institutionelle Tiernutzer gerichtete Gewalt keinen Sinn. Die institutionellen Tiernutzer und Produzenten von Tierprodukten sind nicht das Problem; das Problem ist die Öffentlichkeit, die Tierprodukte nachfragt. Wenn Tierausbeutung jemals enden soll, müssen wir die Menschen in gewaltloser Weise darüber aufklären und das moralische Leitbild von der Behandlung von Tieren als Eigentum wegbewegen.
Zuletzt wird der Kommentar die wichtige Beziehung zwischen Tierrechten und Menschenrechten ansprechen und untersuchen, warum wir keinen Sexismus, Rassismus oder andere Formen der Diskriminierung verwenden sollten, um Tierrechte zu fördern.
In dieser ersten Folge diskutiere ich, ob wir Vegetarismus als ''Einstieg'' in den Veganismus fördern sollten. Ich komme zu dem Schluss, dass die Antwort ''nein'' lautet.
Das Entscheidende ist: Wenn Sie Vegetarier sind, dann sind Sie immer noch mitschuldig am Leiden von Tieren; dann sind Sie sind immer noch mitschuldig am Töten von Tieren.
Wenn Sie Tiere als nichtmenschliche moralische Personen ansehen, warum wollen Sie an ihrem Leiden und Sterben mitschuldig sein?
Ich hoffe, dass Sie den Kommentar des abolitionistischen Tierrechtsansatzes und unsere künftigen Bemühungen für Ihr Nachdenken über Tierethik hilfreich finden.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Friday, 7 August 2009
Multiple-Choice-Test
von Gary L. Francione Blog
Liebe KollegInnen,
Ich habe soeben eine Ankündigung des Siebten Jährlichen Kongresses zu Alternativen und Tiernutzung in den Biowissenschaften erhalten, der vom 30. August bis 03. September 2009 in Rom stattfinden wird.
Werfen Sie einen Blick auf die Ankündigung. Und beantworten Sie dann die folgende Frage:
Diese Konferenz:
(A) ist ein großartiges Ereignis, weil es den Tieren helfen wird;
(B) ist eine prima Entschuldigung von Führungspersonen von großen Tierschutzorganisationen dafür, Spendengelder für einen Aufenthalt in Rom zu einer besonders reizvollen Jahreszeit zu verwenden;
(C) liefert einen schlagenden Beweis für die symbiotische Beziehung, die sich zwischen institutionellen Tiernutzern und Tierschutzkörperschaften entwickelt hat;
((D) liefert einen immensen Public-Relations-Gewinn für institutionelle Tiernutzer, die geltend machen können, mit HSUS [Humane Society of the United States], RSPCA [Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals], ASPCA [American Society for the Prevention of Cruelty to Animals] etc. zusammenzuarbeiten;
(E) (B),( C) und (D) treffen zu.
Danach, welche die richtige Antwort ist, befragen Sie bitte Ihren gesunden Menschenverstand.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
Ich habe soeben eine Ankündigung des Siebten Jährlichen Kongresses zu Alternativen und Tiernutzung in den Biowissenschaften erhalten, der vom 30. August bis 03. September 2009 in Rom stattfinden wird.
Werfen Sie einen Blick auf die Ankündigung. Und beantworten Sie dann die folgende Frage:
Diese Konferenz:
(A) ist ein großartiges Ereignis, weil es den Tieren helfen wird;
(B) ist eine prima Entschuldigung von Führungspersonen von großen Tierschutzorganisationen dafür, Spendengelder für einen Aufenthalt in Rom zu einer besonders reizvollen Jahreszeit zu verwenden;
(C) liefert einen schlagenden Beweis für die symbiotische Beziehung, die sich zwischen institutionellen Tiernutzern und Tierschutzkörperschaften entwickelt hat;
((D) liefert einen immensen Public-Relations-Gewinn für institutionelle Tiernutzer, die geltend machen können, mit HSUS [Humane Society of the United States], RSPCA [Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals], ASPCA [American Society for the Prevention of Cruelty to Animals] etc. zusammenzuarbeiten;
(E) (B),( C) und (D) treffen zu.
Danach, welche die richtige Antwort ist, befragen Sie bitte Ihren gesunden Menschenverstand.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Sunday, 2 August 2009
Der Fall Santería: Michael Vick, Teil 2
von Gary L. Francione Blog
Liebe KollegInnen,
Viele Menschen sind sehr unglücklich über eine kürzliche Entscheidung des US-Berufungsgerichtes für den Fünften Bezirk im Fall Merced vs. Kasson, in dem das Gericht den Beamten der Stadt Euless, Texas, untersagte, verschiedene Verordnungen zu erlassen, um Santería-Praktizierende an der Veranstaltung von Tieropfern zu hindern, in denen Ziegen, Lämmer, Enten, Hühner, Perlhühner und andere Tiere verwendet werden. Die Santería-Praktizierenden bieten Gottheiten Tierblut dar und kochen und konsumieren dann zumindest Teile einiger der Tiere. Das Bundesgericht entschied den Fall nicht nach der Bundesverfassung, sondern nach einem Staatsgesetz, das Religionsfreiheit garantiert (obwohl die Entscheidung vermutlich dieselbe gewesen wäre, wäre die Sache gemäß der Bundesverfassung analysiert worden).
Das mit diesem Fall verbundene moralische Problem ist dasselbe, wie es sich im Fall Michael Vick darstellt. In dem Maß, in dem es Unterschiede gibt, ist der vorliegende Fall gravierender als der Fall Vick. In Euless ist es ausdrücklich legal, dass Prvatleute ''für den Verzehr bestimmtes Hausgeflügel wie Huhn oder Truthahn töten''. In Erwiderung des Arguments, dass das Schlachten eines großen Tieres, einer Ziege etwa, Gesundheitsprobleme mit sich bringen könnte, führte das Gericht aus, dass große Tiere wie etwa Rehe in Euless zerlegt und verzehrt werden dürfen, sofern sie tot sind, wenn sie in die Stadt gebracht werden.
Wenn Sie also ''Hausgeflügel'' töten, weil Sie es essen wollen, ist das in Ordnung. Wenn Sie es töten, um es einer Gottheit zu opfern (und dann zu essen), ist das nicht in Ordnung. Wenn Sie ein Reh außerhalb von Euless töten und es dann nach Euless bringen, um es zu zerlegen, ist das in Ordnung. Wenn Sie das Reh in Euless als Teil einer religiösen Zeremonie töten und zerlegen, ist das nicht in Ordnung.
Das ist natürlich Unfug.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Als Veganer seit 28 Jahren und als jemand, der das Prinzip von Ahimsa oder Gewaltlosigkeit bejaht, billige ich die Santería-Opfer gewiss nicht mehr, als ich Hundekämpfe billige. (Übrigens vertrat ich 1983 die ASPCA [American Society for the Prevention of Cruelty to Animals] in New York City, als der Verein von einer lokalen Gruppe von Santería-Praktizierenden verklagt wurde. Ich glaube, das war der erste Santería-Fall, der jemals in den USA verhandelt wurde. Die ASPCA gewann das Verfahren und ich verteidigte die Entscheidung erfolgreich vor dem Berufungsausschuss des Obersten Bundesgerichtes in New York [New York Supreme Court, Appellate Division]).
Aber an diejenigen Menschen, die nicht Veganer sind und Einwände gegen die Santería-Opfer und gegen Hundekämpfe haben, richte ich Frage: ''Warum?'' Vick genoss es, vor seiner Hinterhof-Arena zu sitzen und Hunde kämpfen zu sehen; Nichtveganer genießen es, um ihren Hinterhof-Grillplatz herum zu sitzen und das Fleisch von Tieren zu rösten, die ganz genauso gequält worden sind wie Vicks Hunde.
Nichtveganer in Euless, Texas, konsumieren Tierprodukte von empfindungsfähigen Wesen, die unter Bedingungen von Tierquälerei gezüchtet und geschlachtet wurden, und ihnen ist es sogar erlaubt, ihre eigenen Hühner, Truthähne und anderes Hausgeflügel zu töten.
Was also tun Santería-Praktizierende, das sich in irgendeiner Weise von dem unterscheidet, was andere Nichtveganer in Euless oder irgendwo sonst tun?
Die Antwort lautet natürlich: nichts.
Tatsächlich ist die einzige Rechtfertigung, die Nichtveganer dafür haben, jährlich 53 Milliarden Tieren (Fische nicht eingerechnet) für Nahrungszwecke Leiden und Tod zuzufügen, dass sie gut schmecken. Wir müssen keine Tiere essen, um bei bester Gesundheit zu sein, und landwirtschaftliche Tierhaltung ist ein Umweltdesaster. Die Santería-Praktizierenden glauben, dass Tieropfer aus spirituellen Gründen notwendig sind. Sie haben eigentlich einen besseren Grund für Tierausbeutung als die meisten Nichtveganer.
Noch einmal: Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich sage nicht, dass Tieropfer moralisch gerechtfertigt oder entschuldbar sind. Ich sage nur, dass die Rechtfertigung, deren sich Santería-Praktizierende bedienen, anscheinend gewichtiger ist als das, was andere Nichtveganer zu sagen haben, wenn sie gefragt werden, wie sie ihren Konsum von Tierprodukten rechtfertigen.
Jene unter Ihnen also, die nicht vegan leben, aber über Merced vs Kasson fassungslos sind, fragen Sie sich selbst, warum Sie fassungslos sind. Fragen Sie sich, warum Sie denken, dass Ihr Verhalten in irgendeiner Weise vertretbarer ist als das der Santería-Praktizierenden.
Und wenn Sie Veganer sind und Ihre Familie und Freunde erzählen Ihnen, dass sie, obwohl sie nicht Veganer sind, mit Ihnen darin übereinstimmen, dass Santería-Opfer (oder Hundekämpfe) scheußlich sind, nutzen Sie diesen Kommentar als eine Gelegenheit, eine aufrichtige Diskussion mit ihnen darüber zu führen, warum sie diese Praktiken für scheußlich halten und welche Unterschiede sie zwischen ihrem eigenen Verhalten und dem der Santería-Praktizierenden sehen.
Die Realität ist, dass die meisten Menschen – oder doch viele Menschen – das Leiden und der Tod von Tieren nicht gleichgültig ist. Sie glauben aufrichtig, dass Hundekämpfe und Santería-Praktiken falsch sind. Eben deshalb reagieren Menschen auf diese Dinge in der Art und Weise, wie sie es tun. Eben deshalb glaube ich, dass wir, wenn wir uns in kreativer, gewaltloser Aufklärung über Veganismus engagieren, viele Menschen dazu bringen können, die Verdrehtheit ihres Denkens über Tierethik zu erkennen und sich in Richtung Veganismus zu bewegen.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
Viele Menschen sind sehr unglücklich über eine kürzliche Entscheidung des US-Berufungsgerichtes für den Fünften Bezirk im Fall Merced vs. Kasson, in dem das Gericht den Beamten der Stadt Euless, Texas, untersagte, verschiedene Verordnungen zu erlassen, um Santería-Praktizierende an der Veranstaltung von Tieropfern zu hindern, in denen Ziegen, Lämmer, Enten, Hühner, Perlhühner und andere Tiere verwendet werden. Die Santería-Praktizierenden bieten Gottheiten Tierblut dar und kochen und konsumieren dann zumindest Teile einiger der Tiere. Das Bundesgericht entschied den Fall nicht nach der Bundesverfassung, sondern nach einem Staatsgesetz, das Religionsfreiheit garantiert (obwohl die Entscheidung vermutlich dieselbe gewesen wäre, wäre die Sache gemäß der Bundesverfassung analysiert worden).
Das mit diesem Fall verbundene moralische Problem ist dasselbe, wie es sich im Fall Michael Vick darstellt. In dem Maß, in dem es Unterschiede gibt, ist der vorliegende Fall gravierender als der Fall Vick. In Euless ist es ausdrücklich legal, dass Prvatleute ''für den Verzehr bestimmtes Hausgeflügel wie Huhn oder Truthahn töten''. In Erwiderung des Arguments, dass das Schlachten eines großen Tieres, einer Ziege etwa, Gesundheitsprobleme mit sich bringen könnte, führte das Gericht aus, dass große Tiere wie etwa Rehe in Euless zerlegt und verzehrt werden dürfen, sofern sie tot sind, wenn sie in die Stadt gebracht werden.
Wenn Sie also ''Hausgeflügel'' töten, weil Sie es essen wollen, ist das in Ordnung. Wenn Sie es töten, um es einer Gottheit zu opfern (und dann zu essen), ist das nicht in Ordnung. Wenn Sie ein Reh außerhalb von Euless töten und es dann nach Euless bringen, um es zu zerlegen, ist das in Ordnung. Wenn Sie das Reh in Euless als Teil einer religiösen Zeremonie töten und zerlegen, ist das nicht in Ordnung.
Das ist natürlich Unfug.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Als Veganer seit 28 Jahren und als jemand, der das Prinzip von Ahimsa oder Gewaltlosigkeit bejaht, billige ich die Santería-Opfer gewiss nicht mehr, als ich Hundekämpfe billige. (Übrigens vertrat ich 1983 die ASPCA [American Society for the Prevention of Cruelty to Animals] in New York City, als der Verein von einer lokalen Gruppe von Santería-Praktizierenden verklagt wurde. Ich glaube, das war der erste Santería-Fall, der jemals in den USA verhandelt wurde. Die ASPCA gewann das Verfahren und ich verteidigte die Entscheidung erfolgreich vor dem Berufungsausschuss des Obersten Bundesgerichtes in New York [New York Supreme Court, Appellate Division]).
Aber an diejenigen Menschen, die nicht Veganer sind und Einwände gegen die Santería-Opfer und gegen Hundekämpfe haben, richte ich Frage: ''Warum?'' Vick genoss es, vor seiner Hinterhof-Arena zu sitzen und Hunde kämpfen zu sehen; Nichtveganer genießen es, um ihren Hinterhof-Grillplatz herum zu sitzen und das Fleisch von Tieren zu rösten, die ganz genauso gequält worden sind wie Vicks Hunde.
Nichtveganer in Euless, Texas, konsumieren Tierprodukte von empfindungsfähigen Wesen, die unter Bedingungen von Tierquälerei gezüchtet und geschlachtet wurden, und ihnen ist es sogar erlaubt, ihre eigenen Hühner, Truthähne und anderes Hausgeflügel zu töten.
Was also tun Santería-Praktizierende, das sich in irgendeiner Weise von dem unterscheidet, was andere Nichtveganer in Euless oder irgendwo sonst tun?
Die Antwort lautet natürlich: nichts.
Tatsächlich ist die einzige Rechtfertigung, die Nichtveganer dafür haben, jährlich 53 Milliarden Tieren (Fische nicht eingerechnet) für Nahrungszwecke Leiden und Tod zuzufügen, dass sie gut schmecken. Wir müssen keine Tiere essen, um bei bester Gesundheit zu sein, und landwirtschaftliche Tierhaltung ist ein Umweltdesaster. Die Santería-Praktizierenden glauben, dass Tieropfer aus spirituellen Gründen notwendig sind. Sie haben eigentlich einen besseren Grund für Tierausbeutung als die meisten Nichtveganer.
Noch einmal: Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich sage nicht, dass Tieropfer moralisch gerechtfertigt oder entschuldbar sind. Ich sage nur, dass die Rechtfertigung, deren sich Santería-Praktizierende bedienen, anscheinend gewichtiger ist als das, was andere Nichtveganer zu sagen haben, wenn sie gefragt werden, wie sie ihren Konsum von Tierprodukten rechtfertigen.
Jene unter Ihnen also, die nicht vegan leben, aber über Merced vs Kasson fassungslos sind, fragen Sie sich selbst, warum Sie fassungslos sind. Fragen Sie sich, warum Sie denken, dass Ihr Verhalten in irgendeiner Weise vertretbarer ist als das der Santería-Praktizierenden.
Und wenn Sie Veganer sind und Ihre Familie und Freunde erzählen Ihnen, dass sie, obwohl sie nicht Veganer sind, mit Ihnen darin übereinstimmen, dass Santería-Opfer (oder Hundekämpfe) scheußlich sind, nutzen Sie diesen Kommentar als eine Gelegenheit, eine aufrichtige Diskussion mit ihnen darüber zu führen, warum sie diese Praktiken für scheußlich halten und welche Unterschiede sie zwischen ihrem eigenen Verhalten und dem der Santería-Praktizierenden sehen.
Die Realität ist, dass die meisten Menschen – oder doch viele Menschen – das Leiden und der Tod von Tieren nicht gleichgültig ist. Sie glauben aufrichtig, dass Hundekämpfe und Santería-Praktiken falsch sind. Eben deshalb reagieren Menschen auf diese Dinge in der Art und Weise, wie sie es tun. Eben deshalb glaube ich, dass wir, wenn wir uns in kreativer, gewaltloser Aufklärung über Veganismus engagieren, viele Menschen dazu bringen können, die Verdrehtheit ihres Denkens über Tierethik zu erkennen und sich in Richtung Veganismus zu bewegen.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Es ist Zeit für einen Wechsel
von Gary L. Francione Blog
Liebe KollegInnen,
Tierschutz – die Vorstellung, dass wir Tiere ''human'' behandeln sollten – gibt es seit 200 Jahren. Er hat zu nichts geführt. Wir nutzen Tiere heute in schrecklicherer Weise als jemals in der Geschichte der Menschheit.
Die Begründer des Tierschutzes im 19. Jahrhundert waren Gegner der Menschensklaverei, nicht aber des Eigentumsstatus der Tiere, weil sie dachten, dass Tiere, obwohl sie leiden können, kein Interesse an ihrem Leben hätten. Das heißt, für die Tiere spielt es keine Rolle, dass wir sie nutzen, sondern nur, wie wir sie nutzen. Laut den Tierschützern sind Tiere nicht selbst-bewusst und nicht am Weiterleben interessiert, nur daran, keinen schmerzvollen Tod zu erleiden.
Die Tierschützer des 19. Jahrhunderts verfochten also nicht die Abschaffung der Tiersklaverei, so wie sie die Abschaffung der Menschensklaverei verfochten. Sie sprachen sich stattdessen dafür aus, dass wir Gesetze haben, welche die ''humane'' Behandlung von Tieren vorschreiben. Was die Tierschützer allerdings nicht erkannten, war, dass solange Tiere Eigentum bleiben, das Niveau des Schutzes, den diese Gesetze bieten, notwendigerweise sehr niedrig bleiben würde, weil es Geld kostet, tierliche Interessen zu schützen. Im Allgemeinen investieren wir dieses Geld und schützen wir diese Interessen nur, wenn sich daraus ein wirtschaftlicher Vorteil für uns ergibt.
Daran hat sich nichts geändert.
Die Tierschützer des 21. Jahrhunderts behaupten immer noch, dass Tiere kein Interesse an ihrem Leben haben und dass es, sie zu töten, nicht an sich ein moralisches Problem aufwirft. Peter Singer, der moderne Befürworter der Tierschutztheorie des 19. Jahrhunderts, stellt dies ausdrücklich fest. Die Auffassung, dass Tiere kein Interesse am Weiterleben haben, erklärt, warum PETA kein Problem damit hat, 90 % der Tiere, die sie retten, zu töten. Für die Tierschützer ist der Tod an sich kein ''Schaden''[für ein Tier].
Und Tierscutzregelungen verbessern zum größten Teil lediglich die wirtschaftliche Effizienz von Tierausbeutung. In anderen Worten, wir schützen die Interessen von Tieren nur, wenn wir einen wirtschaftlichen Vorteil daraus ziehen. Tierschutzkampagnen wie die Kampagne für das Töten von Geflügel in kontrollierter Atmosphäre [controlled atmosphere killing] oder für die Abschaffung des Kastenstandes für schwangere Sauen sind ausdrücklich auf wirtschaftliche Effizienz gegründet. Das hießt diese Reformen werden gefördert mit der Begründung, dass sie die Produktionseffizienz erhöhen.
Nach 200 Jahren einer Doktrin, die speziesistisch ist (tierliches Leben hat als solches keinen moralischen Wert) und die ihre praktische Nutzlosigkeit demonstriert hat, ist es Zeit für einen Wechsel.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
Tierschutz – die Vorstellung, dass wir Tiere ''human'' behandeln sollten – gibt es seit 200 Jahren. Er hat zu nichts geführt. Wir nutzen Tiere heute in schrecklicherer Weise als jemals in der Geschichte der Menschheit.
Die Begründer des Tierschutzes im 19. Jahrhundert waren Gegner der Menschensklaverei, nicht aber des Eigentumsstatus der Tiere, weil sie dachten, dass Tiere, obwohl sie leiden können, kein Interesse an ihrem Leben hätten. Das heißt, für die Tiere spielt es keine Rolle, dass wir sie nutzen, sondern nur, wie wir sie nutzen. Laut den Tierschützern sind Tiere nicht selbst-bewusst und nicht am Weiterleben interessiert, nur daran, keinen schmerzvollen Tod zu erleiden.
Die Tierschützer des 19. Jahrhunderts verfochten also nicht die Abschaffung der Tiersklaverei, so wie sie die Abschaffung der Menschensklaverei verfochten. Sie sprachen sich stattdessen dafür aus, dass wir Gesetze haben, welche die ''humane'' Behandlung von Tieren vorschreiben. Was die Tierschützer allerdings nicht erkannten, war, dass solange Tiere Eigentum bleiben, das Niveau des Schutzes, den diese Gesetze bieten, notwendigerweise sehr niedrig bleiben würde, weil es Geld kostet, tierliche Interessen zu schützen. Im Allgemeinen investieren wir dieses Geld und schützen wir diese Interessen nur, wenn sich daraus ein wirtschaftlicher Vorteil für uns ergibt.
Daran hat sich nichts geändert.
Die Tierschützer des 21. Jahrhunderts behaupten immer noch, dass Tiere kein Interesse an ihrem Leben haben und dass es, sie zu töten, nicht an sich ein moralisches Problem aufwirft. Peter Singer, der moderne Befürworter der Tierschutztheorie des 19. Jahrhunderts, stellt dies ausdrücklich fest. Die Auffassung, dass Tiere kein Interesse am Weiterleben haben, erklärt, warum PETA kein Problem damit hat, 90 % der Tiere, die sie retten, zu töten. Für die Tierschützer ist der Tod an sich kein ''Schaden''[für ein Tier].
Und Tierscutzregelungen verbessern zum größten Teil lediglich die wirtschaftliche Effizienz von Tierausbeutung. In anderen Worten, wir schützen die Interessen von Tieren nur, wenn wir einen wirtschaftlichen Vorteil daraus ziehen. Tierschutzkampagnen wie die Kampagne für das Töten von Geflügel in kontrollierter Atmosphäre [controlled atmosphere killing] oder für die Abschaffung des Kastenstandes für schwangere Sauen sind ausdrücklich auf wirtschaftliche Effizienz gegründet. Das hießt diese Reformen werden gefördert mit der Begründung, dass sie die Produktionseffizienz erhöhen.
Nach 200 Jahren einer Doktrin, die speziesistisch ist (tierliches Leben hat als solches keinen moralischen Wert) und die ihre praktische Nutzlosigkeit demonstriert hat, ist es Zeit für einen Wechsel.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Friday, 31 July 2009
Zur Verteidigung von Mark Bittman
von Gary L. Francione Blog
Liebe KollegInnen,
im Frühjahr 2009 verkündete der in der New York Times zum Thema Essen schreibende Publizist Mark Bittmann, dass
Es tut mir Leid, aber ich muss hier zur Verteidigung Bittmans sprechen.
Warum kann Bittman sich nicht ''Veganer'' nennen? Immerhin gibt es eine Menge nicht-veganer Tierrechtsleute, die das auch tun.
Nehmen Sie Peter Singer, der von vielen als ''Vater der Tierrechtsbewegung'' betrachtet wird.
In seinem IInterview vom Mai 2006 in Mother Jones stellt Singer fest:
Wenn Bittman also seinen Konsum an Tierprodukten reduziert und dadurch Leiden vermindert, warum kann er nicht den ''Luxus'', ein paar Tierprodukte zu essen, genießen und es vermeiden, ''fanatisch'' zu sein, wie Singer rät, und sich dabei immer noch Veganer nennen?
Die Antwort ist ziemlich klar: er kann.
Was ist der Unterschied zwischen dem, was Bittman tut, und der Position, die Singer beschreibt als ''vegan zuhause, aber wenn sie in ein schickes Restaurant ausgehen, erlauben sie sich den Luxus, an diesem Abend nicht vegan zu sein.''
Es gibt keinen Unterschied.
Was ist der Unterschied zwischen Bittman und Singer, der käfig-freie Eier, Ghee etc. isst?
Es gibt keinen Unterschied.
Es ist also schlicht nicht vernünftig, Bittman zu kritisieren. Er folgt nur einfach den Fußstapfen derer, die ''Tierrechte'' vertreten.
Lassen Sie mich bitte festhalten, dass ich in keiner Weise die Aufrichtigkeit von Peter Singer, Vegan Outreach etc. in Frage stelle. Ich denke allerdings, dass ihre Ansichten furchtbar verdreht sind und ich widerspreche ihnen auf grundlegender Ebene.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
ANMERKUNG: Einige Leute haben mir geschrieben und mich gefragt, warum ich Mark Bittman verteidige, weil Fischsauce nicht vegan ist. Ich dachte zuerst, diese Leute machen Witze, aber es mag doch einige wirkliche Verwirrung bestehen.
Lassen Sie mich also klarstellen:Ich sage nicht, es sei OK, dass Mark Bittman Fisch oder irgendein anderes Tierprodukt isst Mir ging es darum dass Peter Singer, den viele Anwälte der Tiere als die Quelle aller Weisheit zur Tierethik ansehen, ein ''flexibler'' Veganer ist, der Tierprodukte isst, der von dem ''Luxus'', Fleisch und Eier zu essen, spricht und erklärt, das Essen von Tierprodukten sei eine statthafte ''Schwäche'' Mir ging es darum, dass wenn wir nicht beanstanden, wenn Singer das sagt, wir nicht anders reagieren sollten, wenn Bittman es sagt. Ich beanstande allerdings, was Singer sagt (und werde dafür als ''spaltend'' gebrandmarkt, weil Widerspruch nicht erlaubt ist). Ich habe hier Ironie gebraucht. Ich bitte um Verzeihung, wenn dies Verwirrung gestiftet hat.
Liebe KollegInnen,
im Frühjahr 2009 verkündete der in der New York Times zum Thema Essen schreibende Publizist Mark Bittmann, dass
[e]r.. den ganzen Tag lang vegan (isst). Aber nach etwa 6 Uhr abends ist alles drin.Und dann, im Juli 2009, gab Bittmann bekannt, dass er, im Training für den New York Marathon, dahingehend beraten worden sei, er brauche mehr tierisches Protein, und so
begann ich, ''konzentriertes Protein'' zu essen, gewöhnlich Tofu, eine Büchse Sardinen, ein Ei auf was immer ich sonst esse, oder etwas gleichermaßen Einfaches, direkt nach Touren von sechs Meilen oder mehr.Und heute informiert Bittmann uns, dass er noch einen Schritt weiter von Veganismus weg gemacht hat (von dem, was ohnehin kein Veganismus war), indem er, ein ''fast veganes'' Getreidegericht zum Frühstück zubereitend,
Fischsauce [hinzufügte] (nicht vegan, aber ein Teelöffel, und ich schwöre, das gab den Geschmack – obwohl es ohne OK gewesen wäre).Nun gibt es Tierrechtsleute, die darüber ziemlich außer Fassung sind. Wie kann Bittman behaupten, ein Veganer zu sein, wenn es so aussieht, dass er es zu keiner Tageszeit ist – vor oder nach 6 Uhr abends?
Es tut mir Leid, aber ich muss hier zur Verteidigung Bittmans sprechen.
Warum kann Bittman sich nicht ''Veganer'' nennen? Immerhin gibt es eine Menge nicht-veganer Tierrechtsleute, die das auch tun.
Nehmen Sie Peter Singer, der von vielen als ''Vater der Tierrechtsbewegung'' betrachtet wird.
In seinem IInterview vom Mai 2006 in Mother Jones stellt Singer fest:
[E]s gibt ein klein wenig Spielraum für Schwächen in unser aller Leben. Ich kenne einige Menschen, die zuhause vegan sind, aber wenn sie ausgehen, in ein schickes Restaurant gehen, erlauben sie sich den Luxus, an diesem Abend nicht vegan zu essen. Ich finde daran nichts wirklich Verkehrtes.
Ich esse kein Fleisch; ich bin seit 1971 Vegetarier. Ich bin schrittweise zunehmend vegan geworden. Ich bin weitgehend vegan, aber ich bin ein flexibler Veganer. Ich gehe nicht in einen Supermarkt und kaufe für mich selbst nichtvegane Sachen. Aber wenn ich auf Reisen bin oder Leute zuhause besuche, bin ich es durchaus zufrieden, vegetarisch statt vegan zu essen.Er bezeichnet es, konsequent vegan zu leben, als ''fanatisch'' und stellt fest:
Wenn ich für mich selbst einkaufe, ist das, was ich kaufe, vegan. Aber wenn ich reise und es schwer ist, an einigen Orten veganes Essen zu bekommen oder was auch immer, bin ich Vegetarier. Ich esse keine Eier, wenn sie nicht aus Freilandhaltung sind, aber ich esse Freilandeier. Ich bestelle kein Gericht mit viel Käse drauf, aber es macht mir nichts aus, wenn sagen wir ein indisches Gemüsecurry mit Ghee gekocht wurde.Tatsächlich argumentiert Singer, dass es Gelegenheiten gibt, bei denen wir die moralische Pflicht haben, keine Veganer zu sein:
Also wenn Sie mit jemandem in einem Restaurant essen und etwas Veganes bestellen, aber es wird mit etwas geriebenem Käse oder dergleichen serviert, dann machen Veganer manchmal einen Riesenaufstand und schicken es zurück, und das dürfte bedeuten, dass das Essen weggeworfen wird. Und ich denke, wenn Sie in Gesellschaft von Leuten sind, die nicht Veganer oder nicht einmal Vegetarier sind, dann ist es wahrscheinlich falsch, sich so zu verhalten. Es wäre besser, das Gericht zu essen, weil die Leute sonst denken: Oh mein Gott, diese Veganer...Singer bemerkt:
Es ist ziemlich schwierig, ein Allesesser mit gutem Gewissen zu sein und alle moralischen Probleme zu vermeiden, aber wenn Sie wirklich sorgfältig darauf achteten, nur Tiere zu essen, die ein gutes Leben hatten, dann könnte das eine vertretbare ethische Haltung sein.Er denkt, dass es moralisch akzeptabel ist,
im Luxus von Freilandeiern, oder möglicherweise sogar Fleisch von Tieren [zu schwelgen], die ein gutes Leben unter artgerechten Bedingungen hatten und die dann human auf dem Hof getötet werden. (The Vegan, August 2006).Fazit ist, dass Veganismus nur eine Art und Weise, Leiden zu vermindern, ist. Wenn Sie so essen, dass dadurch Leiden vermindert wird, dann brauchen Sie sich über die Inhaltsstoffe oder Zutaten dessen, was Sie essen, wirklich nicht groß Gedanken zu machen. Vegan Outreach stellt fest, dass die Ethik des Essens
kein Selbstzweck (ist). Sie ist kein Dogma, keine Religion, keine Liste verbotener Inhaltsstoffe oder unveränderlicher Gesetze – sie ist nur ein Instrument zur Bekämpfung von Tierquälerei und der Verminderung von Leiden.Dies spiegelt Singers Ansicht wider, dass es lediglich um Leiden geht. Er erklärt, dass die Leute unterstellen,
dass ich in Animal Liberation gesagt hätte, das Töten von Tieren sei stets falsch, und dies sei irgendwie das Argument dafür, vegetarisch oder vegan zu leben, gewesen. Aber wenn sie in Animal Liberation nachschauen, werden sie dieses Argument nicht finden.Laut einer nicht geringeren Autorität als Singer persönlich ist Veganismus nicht irgendeine Art Verpflichtung, keine Tierprodukte zu essen oder zu gebrauchen, vegan zu leben ist einfach eine Art und Weise, Leiden zu vermindern, ebenso wie käfig-freie Eier [Eier aus Bodenhaltung], größere Käfige und Boxen.
Wenn Bittman also seinen Konsum an Tierprodukten reduziert und dadurch Leiden vermindert, warum kann er nicht den ''Luxus'', ein paar Tierprodukte zu essen, genießen und es vermeiden, ''fanatisch'' zu sein, wie Singer rät, und sich dabei immer noch Veganer nennen?
Die Antwort ist ziemlich klar: er kann.
Was ist der Unterschied zwischen dem, was Bittman tut, und der Position, die Singer beschreibt als ''vegan zuhause, aber wenn sie in ein schickes Restaurant ausgehen, erlauben sie sich den Luxus, an diesem Abend nicht vegan zu sein.''
Es gibt keinen Unterschied.
Was ist der Unterschied zwischen Bittman und Singer, der käfig-freie Eier, Ghee etc. isst?
Es gibt keinen Unterschied.
Es ist also schlicht nicht vernünftig, Bittman zu kritisieren. Er folgt nur einfach den Fußstapfen derer, die ''Tierrechte'' vertreten.
Lassen Sie mich bitte festhalten, dass ich in keiner Weise die Aufrichtigkeit von Peter Singer, Vegan Outreach etc. in Frage stelle. Ich denke allerdings, dass ihre Ansichten furchtbar verdreht sind und ich widerspreche ihnen auf grundlegender Ebene.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
ANMERKUNG: Einige Leute haben mir geschrieben und mich gefragt, warum ich Mark Bittman verteidige, weil Fischsauce nicht vegan ist. Ich dachte zuerst, diese Leute machen Witze, aber es mag doch einige wirkliche Verwirrung bestehen.
Lassen Sie mich also klarstellen:Ich sage nicht, es sei OK, dass Mark Bittman Fisch oder irgendein anderes Tierprodukt isst Mir ging es darum dass Peter Singer, den viele Anwälte der Tiere als die Quelle aller Weisheit zur Tierethik ansehen, ein ''flexibler'' Veganer ist, der Tierprodukte isst, der von dem ''Luxus'', Fleisch und Eier zu essen, spricht und erklärt, das Essen von Tierprodukten sei eine statthafte ''Schwäche'' Mir ging es darum, dass wenn wir nicht beanstanden, wenn Singer das sagt, wir nicht anders reagieren sollten, wenn Bittman es sagt. Ich beanstande allerdings, was Singer sagt (und werde dafür als ''spaltend'' gebrandmarkt, weil Widerspruch nicht erlaubt ist). Ich habe hier Ironie gebraucht. Ich bitte um Verzeihung, wenn dies Verwirrung gestiftet hat.
Kreative, gewaltlose Aufklärung über Veganismus — einfach und effektiv
von Gary L. Francione Blog
Liebe KollegInnen,
kürzlich habe ich mehrere Essays (z. B. 1, 2, 3) zu verschiedenen Wegen, in kreativer, gewaltloser Weise über Veganismus aufzuklären, gepostet. Ich bin daran interessiert, für die Bandbreite des Aktivismus Werbung zu machen. Also habe ich eine Notiz auf Facebook gepostet und die Leute gebeten, mir über ihre Bemühungen, kreativ und gewaltlos über Veganismus aufzuklären, zu berichten. An einem Tag erhielt ich Dutzende vorzüglicher Antworten.
Hier sind einige:
* Eine Anzahl von Leuten berichtete über eine Menge Erfolg mit Aufklärungsarbeit auf Facebook oder anderen sozialen Vernetzungswebsites wie auch auf eigenen Websites und durch Blogs und Videos. Kommentar: All diese Medien sind von unschätzbarem Wert. Ich habe in der Vergangenheit über die beachtlichen Leistungen und den erstaunlichen Erfolg des Vegan-Freak-Podcasts und der VF-Foren wie auch über die Bemühungen anderer Aktivisten geschrieben, die das Internet wirksam nutzen. Es gibt jetzt eine Anzahl ausgezeichneter Blogs und Websites, die auf den abolitionistischen Ansatz ausgerichtet sind. Bevor wir das Internet hatten, kontrollierten die großen Tieranwaltschaftsgruppen, die alle Tierschutz machen, die Kommunikation, indem sie entschieden, was in Mitteilungsblättern oder Magazinen erschien oder wer auf Konferenzen interviewt wurde. Es gab keinen praktischen, kostengünstigen Weg für jene, die mit dem Tierschutzansatz nicht übereinstimmten, einander zu finden und miteinander zu kommunizieren. Das Internet hat das geändert. Die großen Organisationen werden zunehmend irrelevant, da sich alternative Gemeinschaften formieren. Darüber hinaus erlauben uns Medien wie Skype und andere Instrumente, mit geringen Kosten audiovisuellen Kontakt zu haben. Letzte Woche hielt ich über Skype eine Vortrag in Dublin, Irland – von meinem Büro zuhause!
* Viele Leute machen, was ich ''Essensaktivismus'' nenne – sie laden Familie, Freunde und Mitglieder der Gemeinde dazu ein, veganes Essen zu probieren, zu dem Zweck, das Gerücht zu zerstreuen, dass veganes Essen langweilig, geschmacklos, reizlos, nicht befriedigend usw. sei. Menschen tun dies in einer Vielzahl von Kontexten: einige veranstalten vegane Partys bei sich zuhause; andere geben Geburtstagspartys in veganen Restaurants oder bestehen darauf, wenn sie mit anderem essen gehen, dass der Treffpunkt ein veganes Restaurant ist; einige bieten auf Tischen vegane Kostproben bei Veranstaltungen der lokalen Gemeinde an oder bringen veganes Essen mit an ihren Arbeitsplatz, um es mit anderen zu teilen. Mehrere Leute erwähnten, dass sie das Essen von verschiedenen Formen von Information begleitet sein lassen (einschließlich unseres Flugblatts und unserer Videos zum abolitionistischen Ansatz), auf dass sie nicht nur den Magen, sondern auch den Kopf (und hoffentlich das Herz) erreichen. Kommentar: ''Essensaktivismus'' ist äußerst wichtig.
Wir leben in einer Welt, in der essen nicht nur etwas ist, das wir tun, um zu leben, essen hat auf mehreren komplexen Ebenen symbolischen Stellenwert. Eine dieser Ebenen betrifft unser Zelebrieren unserer vermeintlichen ''Überlegenheit''. Drei Mal am Tag (oder häufiger) zelebrieren wir unsere Macht und das Konzept von Hierarchie durch das Essen von Tierfleisch und Tierprodukten, von denen wir wissen, dass sie das Ergebnis von Leiden und Tod sind. In einem gewissen Sinn ist Essen für die meisten von uns ein spiritueller Akt einer düsteren Art – es ist das Abendmahl der Gewalt. Wenn es uns gelingt, den Akt des Essens vom Gewaltkonzept zu entkoppeln, können wir die Welt ändern. Essensaktivismus ist wesentlich.
* Ein Aktivist berichtete, dass er mit anderen zusammen daran arbeitet, eine Weltfrieden-Yoga-Konferenz vom 23. bis 25. Oktober auf die Beine zu stellen mit Menschen, die aus der ganzen Welt zusammenkommen, um von Veganismus, Tiersklaverei, Gesundheit, einer friedlichen Welt, Ahimsa und mehr zu hören und darüber zu reden. Kommentar: Obgleich es jede Menge ''Konferenzen für Tiere'' zu besuchen gibt (in der Tat könnte das Besuchen dieser Konferenzen ein Vollzeitjob sein), fördern sehr wenige eine klare und unzweideutige, Gewaltlosigkeit und Veganismus verknüpfende Botschaft.
* Ein Musiker erwähnt Veganismus in den Deckblattnotizen seines in Kürze erscheinenden Albums; ein Künstler bietet eines seiner Werke einem Nichtveganer an, der sich verpflichtet, einen Monat lang vegan zu leben (und mit vegan ist gemeint, dass der Empfänger Tiere weder konsumiert noch als Kleidung oder sonst in irgendeiner Weise gebraucht und keine Zoos etc. besucht); eine Aktivistin berichtete, dass sie zusammen mit ihrem Partner für drei Tage an einem öffentlichen Ort in einem kleinen Käfig saß, Informationsliteratur darüber, warum alle Eier Leiden einschließen, verteilte und die Menschen dazu ermunterte, vegan zu leben. Kommentar: Kunst, einschließlich gewaltlosen, nicht sexistischen Straßentheaters, ist wichtig, weil so viel von unserer Kultur über Kunst vermittelt wird. Die Bedeutung von Künstlern, die ihre vielfältigen Medien nutzen, um die vegane/ abolitionistische Botschaft zu vermitteln, kann nicht überschätzt werden.
* Ein Aktivist berichtete, dass er ein Netzwerk von Leuten entwickelt, welche die gebührenfreie Nummer einer Supermarktkette anrufen und darum ersuchen, dass die Läden Tofu führen. Er sagte, dass wann immer er in einen Laden gehe, er nach veganen Produkten frage, selbst wenn er wisse, dass sie keine haben. Er möchte, dass die Geschäftsinhaber wissen, dass es einen Bedarf gibt, den sie nicht erfüllen. Kommentar: Eine tolle Idee. Wir müssen den Geschäftsinhabern zur Kenntnis bringen, dass sie keine veganen Produkte führen und dass es Nachfrage nach solchen Produkten gibt. Wenn es einen Laden am Ort gibt, der nur vegane Artikel verkauft, sollten wir diesen Laden unterstützen (ebenso wie wir vegane Restaurants unterstützen sollten). Aber viele Menschen haben kein solches Geschäft am Ort, und große Ketten über vegane Nachfrage aufzuklären ist in jedem Fall eine sehr gute Sache.
* Verschiedene Aktivisten berichteten, dass sie lokale, unabhängige vegane/abolitionistische Gruppen gegründet haben, die Infomaterial produzieren und verbreiten, Essensstände betreiben etc. Einige Aktivisten haben keine formale Organisation, aber Infotische und verbreiten anderweitig Literatur über Veganismus. Kommentar: Die ''Bewegung für Tiere'', wie sie gegenwärtig existiert, ist zum größten Teil eine Oligarchie wohlhabender Tierschutzorgaisationen, die Aktivismus auf das Ausstellen eines Schecks – ausgestellt an sie – reduziert haben. Wir brauchen Anwälte der Tiere, die sich selbst zuerst und vor allem als Unterstützung und Aufklärung bietend sehen, so dass jeder führend aktiv werden kann. Wenn wir jemals das Paradigma von Gewalt und Ausbeutung wegbewegen sollen, müssen die Menschen erkennen, dass jeder einzelne Verantwortung übernehmen muss. Lokale, unabhängige Organisationen und unabhängige Aktivisten, die Infotische machen oder anderweitig Literatur oder veganes Essen verteilen, können sehr viel dazu beitragen.
* Eine Aktivistin sagte, dass sie auf ihrem Nummernschild ''VEGANMOM'' [VEGANE MUTTI] stehen hat. Kommentar: Derlei vermag mehr Diskussion anzustoßen, als Sie denken. Jedes Mal, wenn diese Aktivisten Auto fährt, sagen Leute: 'Hey, schau mal das Nummernschild', und in einer guten Zahl von Fällen heben Diskussionen an mit Leuten, die so etwas sagen wie: 'Schau mal das Nummernschild – weißt Du, ich fühle mich immer so komisch, wenn ich Fleisch esse' oder 'Weißt Du, was mit Milchkühen passiert?'
* Eine Reihe von Anwälten der Tiere berichteten, dass sie einfach nur mit jedem – Familie, Freunden, Mitschülern, völlig Fremden, denen sie in einem Laden begegnen – über Veganismus und Tierausbeutung reden, mit jedem, mit dem sie reden können, dass sie sich bemühen, Menschen für die Substanz der Argumente einzunehmen. Kommentar: Dies ist in mehrfacher Hinsicht die schwierigste Form der Anwaltschaft für Tiere. Die meisten von uns fühlen sich ohnehin entfremdet; viele von uns sind schüchtern und die Entfremdung verschlimmert das Unbehagen, mit Fremden zu reden – oder selbst mit Freunden und der Familie, die denken, dass unser Verpflichtung zu ethischem Veganismus absonderlich ist. Aber diese Form von Aktiviamus ist wesentlich, so schwierig sie auch sein mag. Ich möchte, dass Sie drei Dinge bedenken:
Erstens, seien Sie dankbar dafür, sich entfremdet zu fühlen. Schließlich ist die Alternative, sich wohl zu fühlen in einer Welt totalen Irrsinns und erbarmungsloser Gewalt. Bejahen Sie Ihr Gefühl der Entfremdung, es ist ein Anzeichen mentaler und spiritueller Gesundheit. Zweitens, wie unbehaglich immer Sie sich fühlen, denken Sie an das Leiden, das wir Tieren (und wehrlosen Menschen) auferlegen. Wie unwohl auch immer wir uns jederzeit fühlen, es gibt Milliarden von Wesen, die mit uns tauschen würden, wenn sie könnten. Sehen Sie es im richtigen Verhältnis.
Drittens, für jene von Ihnen, die sich bezüglich der stichhaltigen Argumente nicht sicher sind – diese zu liefern war und ist der vorrangige Beweggrund dieser Website. Wir bemühen uns, Sie mit dem Rüstzeug auszustatten, das Sie brauchen, um andere aufzuklären. Wir haben unser Flugblatt zum abolitionistischen Ansatz (verfügbar in 12 Sprachen), wir haben Videopräsentationen, die sich auf wesentliche Fragen konzentrieren wie Die Theorie der Tierrechte und Tierrechte vs. Tierschutz; wir haben eine FAQ-Abteilung [frequently asked questions: häufig gestellte Fragen], wir haben diese Essays (jetzt mehr als 100); all dies ist dazu gedacht, Ihnen zu helfen, das zu lernen, was Sie brauchen, um sich jeder aufkommenden Frage zuzuwenden.
Es gibt eine Art von Aktivismus, die in den Posts auf Facebook nicht erwähnt, mir aber privat berichtet wurde. Jemand schrieb mir und fragte:
Deshalb unterstütze ich Organisationen wie Peaceful Prairie Sanctuary, Gruppen, die TNR-(''trap, neuter, return'') [einfangen, kastrieren, zurückbringen] machen, wie The Animal Spirit / Homeless Animal Lifeline [Seele der Tiere / Rettungsleine für heimatlose Tiere] und Tierheime, die keine Tiere töten. Deshalb haben wir vier gerettete Hunde, die mit uns leben (und wir hatten zeitweilig bis zu sieben). Alle diese Tiere sind Flüchtlinge in einer Welt, in die sie nicht hineinpassen und in der sie dank uns nicht für sich selber sorgen können. Also, ja, das Sorgen für einzelne Tiere ist nicht nur in Übereinstimmung mit der abolitionistischen Tierrechtsposition, es ist, soweit es nach mir geht, ein integraler Bestandteil davon.
Dies sind, in wenigen Worten, die Antritten, die ich an einem Tag bekommen habe. Bedenken Sie, wie viel getan wird ohne große Organisationen mit einem Millionen-Dollar-Budget, die für die ''Bio-Fleisch/Milch/Eier''-Bewegung verantwortlich sind und die die Öffentlichkeit sich beim fortgesetzten Konsum von Tierprodukten wohler fühlen lassen.
Es wird deutlich, dass es ein in Erscheinung tretendes Netzwerk vegan/abolitionistischer Anwälte der Tiere gibt, die mit wenig anderen Mitteln als ihrem Mitfühlen und ihrer Kreativität die Welt in gewaltloser Weise verändern wollen und dies tun. Wenn ich daran denke, wie viele Menschen schon allein durch die in diesem Essay Erwähnten beeinflusst worden sind, wird mir klar, dass wenn alle ''Tierschutzleute'' mit einer gewaltlosen veganen Stimme sprächen, wir eine höchst dramatische Wirkung auf das Leiden und Sterben von Tieren haben könnten, sowohl kurzfristig als auch in der Herausbildung einer neuen Friedensbewegung, die alle Gewalt zurückweist – einschließlich der Gewalt, die damit beginnt, was wir essen, anziehen und auf unseren Körpern anwenden.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
Liebe KollegInnen,
kürzlich habe ich mehrere Essays (z. B. 1, 2, 3) zu verschiedenen Wegen, in kreativer, gewaltloser Weise über Veganismus aufzuklären, gepostet. Ich bin daran interessiert, für die Bandbreite des Aktivismus Werbung zu machen. Also habe ich eine Notiz auf Facebook gepostet und die Leute gebeten, mir über ihre Bemühungen, kreativ und gewaltlos über Veganismus aufzuklären, zu berichten. An einem Tag erhielt ich Dutzende vorzüglicher Antworten.
Hier sind einige:
* Eine Anzahl von Leuten berichtete über eine Menge Erfolg mit Aufklärungsarbeit auf Facebook oder anderen sozialen Vernetzungswebsites wie auch auf eigenen Websites und durch Blogs und Videos. Kommentar: All diese Medien sind von unschätzbarem Wert. Ich habe in der Vergangenheit über die beachtlichen Leistungen und den erstaunlichen Erfolg des Vegan-Freak-Podcasts und der VF-Foren wie auch über die Bemühungen anderer Aktivisten geschrieben, die das Internet wirksam nutzen. Es gibt jetzt eine Anzahl ausgezeichneter Blogs und Websites, die auf den abolitionistischen Ansatz ausgerichtet sind. Bevor wir das Internet hatten, kontrollierten die großen Tieranwaltschaftsgruppen, die alle Tierschutz machen, die Kommunikation, indem sie entschieden, was in Mitteilungsblättern oder Magazinen erschien oder wer auf Konferenzen interviewt wurde. Es gab keinen praktischen, kostengünstigen Weg für jene, die mit dem Tierschutzansatz nicht übereinstimmten, einander zu finden und miteinander zu kommunizieren. Das Internet hat das geändert. Die großen Organisationen werden zunehmend irrelevant, da sich alternative Gemeinschaften formieren. Darüber hinaus erlauben uns Medien wie Skype und andere Instrumente, mit geringen Kosten audiovisuellen Kontakt zu haben. Letzte Woche hielt ich über Skype eine Vortrag in Dublin, Irland – von meinem Büro zuhause!
* Viele Leute machen, was ich ''Essensaktivismus'' nenne – sie laden Familie, Freunde und Mitglieder der Gemeinde dazu ein, veganes Essen zu probieren, zu dem Zweck, das Gerücht zu zerstreuen, dass veganes Essen langweilig, geschmacklos, reizlos, nicht befriedigend usw. sei. Menschen tun dies in einer Vielzahl von Kontexten: einige veranstalten vegane Partys bei sich zuhause; andere geben Geburtstagspartys in veganen Restaurants oder bestehen darauf, wenn sie mit anderem essen gehen, dass der Treffpunkt ein veganes Restaurant ist; einige bieten auf Tischen vegane Kostproben bei Veranstaltungen der lokalen Gemeinde an oder bringen veganes Essen mit an ihren Arbeitsplatz, um es mit anderen zu teilen. Mehrere Leute erwähnten, dass sie das Essen von verschiedenen Formen von Information begleitet sein lassen (einschließlich unseres Flugblatts und unserer Videos zum abolitionistischen Ansatz), auf dass sie nicht nur den Magen, sondern auch den Kopf (und hoffentlich das Herz) erreichen. Kommentar: ''Essensaktivismus'' ist äußerst wichtig.
Wir leben in einer Welt, in der essen nicht nur etwas ist, das wir tun, um zu leben, essen hat auf mehreren komplexen Ebenen symbolischen Stellenwert. Eine dieser Ebenen betrifft unser Zelebrieren unserer vermeintlichen ''Überlegenheit''. Drei Mal am Tag (oder häufiger) zelebrieren wir unsere Macht und das Konzept von Hierarchie durch das Essen von Tierfleisch und Tierprodukten, von denen wir wissen, dass sie das Ergebnis von Leiden und Tod sind. In einem gewissen Sinn ist Essen für die meisten von uns ein spiritueller Akt einer düsteren Art – es ist das Abendmahl der Gewalt. Wenn es uns gelingt, den Akt des Essens vom Gewaltkonzept zu entkoppeln, können wir die Welt ändern. Essensaktivismus ist wesentlich.
* Ein Aktivist berichtete, dass er mit anderen zusammen daran arbeitet, eine Weltfrieden-Yoga-Konferenz vom 23. bis 25. Oktober auf die Beine zu stellen mit Menschen, die aus der ganzen Welt zusammenkommen, um von Veganismus, Tiersklaverei, Gesundheit, einer friedlichen Welt, Ahimsa und mehr zu hören und darüber zu reden. Kommentar: Obgleich es jede Menge ''Konferenzen für Tiere'' zu besuchen gibt (in der Tat könnte das Besuchen dieser Konferenzen ein Vollzeitjob sein), fördern sehr wenige eine klare und unzweideutige, Gewaltlosigkeit und Veganismus verknüpfende Botschaft.
* Ein Musiker erwähnt Veganismus in den Deckblattnotizen seines in Kürze erscheinenden Albums; ein Künstler bietet eines seiner Werke einem Nichtveganer an, der sich verpflichtet, einen Monat lang vegan zu leben (und mit vegan ist gemeint, dass der Empfänger Tiere weder konsumiert noch als Kleidung oder sonst in irgendeiner Weise gebraucht und keine Zoos etc. besucht); eine Aktivistin berichtete, dass sie zusammen mit ihrem Partner für drei Tage an einem öffentlichen Ort in einem kleinen Käfig saß, Informationsliteratur darüber, warum alle Eier Leiden einschließen, verteilte und die Menschen dazu ermunterte, vegan zu leben. Kommentar: Kunst, einschließlich gewaltlosen, nicht sexistischen Straßentheaters, ist wichtig, weil so viel von unserer Kultur über Kunst vermittelt wird. Die Bedeutung von Künstlern, die ihre vielfältigen Medien nutzen, um die vegane/ abolitionistische Botschaft zu vermitteln, kann nicht überschätzt werden.
* Ein Aktivist berichtete, dass er ein Netzwerk von Leuten entwickelt, welche die gebührenfreie Nummer einer Supermarktkette anrufen und darum ersuchen, dass die Läden Tofu führen. Er sagte, dass wann immer er in einen Laden gehe, er nach veganen Produkten frage, selbst wenn er wisse, dass sie keine haben. Er möchte, dass die Geschäftsinhaber wissen, dass es einen Bedarf gibt, den sie nicht erfüllen. Kommentar: Eine tolle Idee. Wir müssen den Geschäftsinhabern zur Kenntnis bringen, dass sie keine veganen Produkte führen und dass es Nachfrage nach solchen Produkten gibt. Wenn es einen Laden am Ort gibt, der nur vegane Artikel verkauft, sollten wir diesen Laden unterstützen (ebenso wie wir vegane Restaurants unterstützen sollten). Aber viele Menschen haben kein solches Geschäft am Ort, und große Ketten über vegane Nachfrage aufzuklären ist in jedem Fall eine sehr gute Sache.
* Verschiedene Aktivisten berichteten, dass sie lokale, unabhängige vegane/abolitionistische Gruppen gegründet haben, die Infomaterial produzieren und verbreiten, Essensstände betreiben etc. Einige Aktivisten haben keine formale Organisation, aber Infotische und verbreiten anderweitig Literatur über Veganismus. Kommentar: Die ''Bewegung für Tiere'', wie sie gegenwärtig existiert, ist zum größten Teil eine Oligarchie wohlhabender Tierschutzorgaisationen, die Aktivismus auf das Ausstellen eines Schecks – ausgestellt an sie – reduziert haben. Wir brauchen Anwälte der Tiere, die sich selbst zuerst und vor allem als Unterstützung und Aufklärung bietend sehen, so dass jeder führend aktiv werden kann. Wenn wir jemals das Paradigma von Gewalt und Ausbeutung wegbewegen sollen, müssen die Menschen erkennen, dass jeder einzelne Verantwortung übernehmen muss. Lokale, unabhängige Organisationen und unabhängige Aktivisten, die Infotische machen oder anderweitig Literatur oder veganes Essen verteilen, können sehr viel dazu beitragen.
* Eine Aktivistin sagte, dass sie auf ihrem Nummernschild ''VEGANMOM'' [VEGANE MUTTI] stehen hat. Kommentar: Derlei vermag mehr Diskussion anzustoßen, als Sie denken. Jedes Mal, wenn diese Aktivisten Auto fährt, sagen Leute: 'Hey, schau mal das Nummernschild', und in einer guten Zahl von Fällen heben Diskussionen an mit Leuten, die so etwas sagen wie: 'Schau mal das Nummernschild – weißt Du, ich fühle mich immer so komisch, wenn ich Fleisch esse' oder 'Weißt Du, was mit Milchkühen passiert?'
* Eine Reihe von Anwälten der Tiere berichteten, dass sie einfach nur mit jedem – Familie, Freunden, Mitschülern, völlig Fremden, denen sie in einem Laden begegnen – über Veganismus und Tierausbeutung reden, mit jedem, mit dem sie reden können, dass sie sich bemühen, Menschen für die Substanz der Argumente einzunehmen. Kommentar: Dies ist in mehrfacher Hinsicht die schwierigste Form der Anwaltschaft für Tiere. Die meisten von uns fühlen sich ohnehin entfremdet; viele von uns sind schüchtern und die Entfremdung verschlimmert das Unbehagen, mit Fremden zu reden – oder selbst mit Freunden und der Familie, die denken, dass unser Verpflichtung zu ethischem Veganismus absonderlich ist. Aber diese Form von Aktiviamus ist wesentlich, so schwierig sie auch sein mag. Ich möchte, dass Sie drei Dinge bedenken:
Erstens, seien Sie dankbar dafür, sich entfremdet zu fühlen. Schließlich ist die Alternative, sich wohl zu fühlen in einer Welt totalen Irrsinns und erbarmungsloser Gewalt. Bejahen Sie Ihr Gefühl der Entfremdung, es ist ein Anzeichen mentaler und spiritueller Gesundheit. Zweitens, wie unbehaglich immer Sie sich fühlen, denken Sie an das Leiden, das wir Tieren (und wehrlosen Menschen) auferlegen. Wie unwohl auch immer wir uns jederzeit fühlen, es gibt Milliarden von Wesen, die mit uns tauschen würden, wenn sie könnten. Sehen Sie es im richtigen Verhältnis.
Drittens, für jene von Ihnen, die sich bezüglich der stichhaltigen Argumente nicht sicher sind – diese zu liefern war und ist der vorrangige Beweggrund dieser Website. Wir bemühen uns, Sie mit dem Rüstzeug auszustatten, das Sie brauchen, um andere aufzuklären. Wir haben unser Flugblatt zum abolitionistischen Ansatz (verfügbar in 12 Sprachen), wir haben Videopräsentationen, die sich auf wesentliche Fragen konzentrieren wie Die Theorie der Tierrechte und Tierrechte vs. Tierschutz; wir haben eine FAQ-Abteilung [frequently asked questions: häufig gestellte Fragen], wir haben diese Essays (jetzt mehr als 100); all dies ist dazu gedacht, Ihnen zu helfen, das zu lernen, was Sie brauchen, um sich jeder aufkommenden Frage zuzuwenden.
Es gibt eine Art von Aktivismus, die in den Posts auf Facebook nicht erwähnt, mir aber privat berichtet wurde. Jemand schrieb mir und fragte:
Ist das Sorgen für ein einzelnes Tier eine abolitionistische Handlung?Meine Antwort: Absolut! Die abolitionistische Position ist, dass wir aufhören, domestizierte Tiere in die Welt zu setzen. Aber was ist mit denen, die jetzt existieren? Haben wir keine Verpflichtung ihnen gegenüber angesichts dessen, dass sie wegen unserer Selbstsucht und moralischen Blindheit existieren? Meiner Ansicht nach ist die Antwort klar.
Deshalb unterstütze ich Organisationen wie Peaceful Prairie Sanctuary, Gruppen, die TNR-(''trap, neuter, return'') [einfangen, kastrieren, zurückbringen] machen, wie The Animal Spirit / Homeless Animal Lifeline [Seele der Tiere / Rettungsleine für heimatlose Tiere] und Tierheime, die keine Tiere töten. Deshalb haben wir vier gerettete Hunde, die mit uns leben (und wir hatten zeitweilig bis zu sieben). Alle diese Tiere sind Flüchtlinge in einer Welt, in die sie nicht hineinpassen und in der sie dank uns nicht für sich selber sorgen können. Also, ja, das Sorgen für einzelne Tiere ist nicht nur in Übereinstimmung mit der abolitionistischen Tierrechtsposition, es ist, soweit es nach mir geht, ein integraler Bestandteil davon.
Dies sind, in wenigen Worten, die Antritten, die ich an einem Tag bekommen habe. Bedenken Sie, wie viel getan wird ohne große Organisationen mit einem Millionen-Dollar-Budget, die für die ''Bio-Fleisch/Milch/Eier''-Bewegung verantwortlich sind und die die Öffentlichkeit sich beim fortgesetzten Konsum von Tierprodukten wohler fühlen lassen.
Es wird deutlich, dass es ein in Erscheinung tretendes Netzwerk vegan/abolitionistischer Anwälte der Tiere gibt, die mit wenig anderen Mitteln als ihrem Mitfühlen und ihrer Kreativität die Welt in gewaltloser Weise verändern wollen und dies tun. Wenn ich daran denke, wie viele Menschen schon allein durch die in diesem Essay Erwähnten beeinflusst worden sind, wird mir klar, dass wenn alle ''Tierschutzleute'' mit einer gewaltlosen veganen Stimme sprächen, wir eine höchst dramatische Wirkung auf das Leiden und Sterben von Tieren haben könnten, sowohl kurzfristig als auch in der Herausbildung einer neuen Friedensbewegung, die alle Gewalt zurückweist – einschließlich der Gewalt, die damit beginnt, was wir essen, anziehen und auf unseren Körpern anwenden.
Gary L. Francione
© 2009 Gary L. Francione
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